Unglückliche Umstände

Das Wochenende haben wir auf der kroatischen Halbinsel Krk verbracht. Irgendwie bestand es aus einer Verkettung von nervigen Umständen, aber die Insel selbst ist sehr schön.

Angefangen hat es damit, dass uns das lose Ende des Spanngurtes, der die Rucksäcke auf dem Motorrad hält, abgerissen ist, als wir Richtung Krk losfahren wollten.
Bis auf die Insel hat es aber noch gehalten.
Dort angekommen, wurde uns als Erstes erklärt, dass es mit der kostenlosen Übernachtung bei Bekannten, wegen dernen wir eigentlich gekommen waren, doch nichts werden würde.
Da wir aber nicht mehr lange suchen wollten, mussten wir auf einem überteuerten Campingplatz in Punat schlafen. Dort haben wir die verbogene Schnalle vom Spanngurt abgeschnitten und ihn ab da nur noch geknotet.
Zu den hohen Preisen des Platzes kam noch dazu, dass wir dort kein warmes Wasser hatten, in der Dusche genau genommen nicht mal wirklich kaltes.
Nach zwei Nächten auf der Insel wollten wir wieder aufs Festland. Nach einer Stunde Fahrt in diese Richtung war dann aber die Brücke zum Festland für Motorräder gesperrt, wegen zu starkem Wind.
Also haben wir umgedreht und eine weitere Nacht auf einem zu teuren Campingplatz verbracht.
Heute war die Brücke dann zum Glück wieder frei gegeben, was nicht heißt, dass kein Wind mehr vorhanden war.
Hätten wir bei Überquerung der Brücke mehr Gegenverkehr gehabt, wäre es wohl gefährlich geworden, weil der Wind uns immer wieder zur Seite gedrückt hat.
Mit pochenden Herzen und einer Menge neu erworbener Erfahrung, haben wir es jetzt über die ebenfalls stark windige Küstenstraße bis kurz vor Starigrad geschafft.

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Der Winnetou-Park

Heute war ich im Nationalpark „Plitvizer Seen „, in dem Teile der Winnetou-Filme gedreht wurden.

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Wenn man das nicht weiß, bekommt man davon auch nichts mit, bis auf einen Gesprächsfetzen, in dem ein Gruppenführer seiner Gruppe irgendwas vom „Schatz im Silbersee“ erzählt hat, was ja bekanntlich der Titel eines Winnetou-Films ist.

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Ich hab mich für die vierstündige Tour über knapp neun Kilometer entschieden.

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Diese Tour beginnt am obersten der vielen Seen und führt über Holzplanken, durch den Wald und eine Höhle, an vielen großen und kleinen Wasserfällen vorbei.

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Da ich wohl schon etwas außerhalb der Saison unterwegs war, sind mir nicht arg viele andere Touristen begegnet und ich konnte die Atmosphäre gut genießen.

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Der Park bietet wirklich eine wunderschöne Natur mit beeindruckenden natürlichen Wasserspielen, viel grünem Wald und steinigen Felsen.

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Das Wasser, das sich oft in unterschiedlich großen Becken sammelt, bevor es weiter fließt, ist glasklar und die Seen sind gefüllt mit kristallklarem, türkisem Wasser.

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Auf dem gesamten Weg kann man immer mal wieder sehr viele Fische beobachten, die sich in den seichten Uferregionen tummeln und teilweise einen rötlichen Rücken oder orangefarbene Flossen haben.

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Und ja, ihr habt richtig gelesen, ich war heute alleine unterwegs, weil Kevin sich das Eintrittsgeld sparen und lieber ein paar organisatorische Sachen erledigen wollte.
Dafür hab ich nach ca 2/3 der Strecke zwei nette Medizinstudentinnen aus Freiburg kennen gelernt und bin den Rest dann mit ihnen zusammen gelaufen.
War eine sehr nette Bekanntschaft :)

Adventure, Adventure!

Heute haben wir ein richtiges Abenteuer erlebt.
Aber von Anfang an:
Über den Campingplatz, auf dem wir momentan sind, haben wir von einer alten, stillgelegten Airbase, bzw einem Militär-Flughafen erfahren.
Also zumindest stand etwas davon unter den Zielen für die Radtouren, die hier angeboten werden.
Da wir ja aber unser eigenes „Rad“ dabei haben, recherchierten wir ein bisschen im Internet und hatten schließlich einen ungefähren Plan, wie man zu diesem Ort kommt.
Zuerst sind wir wohl nicht ganz richtig abgebogen und haben statt dem Flughafengelände ein anderes gefunden, mit lauter alten zerfallenen Hallen.
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Durch die Gruben im Boden könnte man herleiten, dass es sich um Auto- oder Buswerkstätten handelt, aber wissen tun wir es nicht.

Wir wissen auch nicht, was auf diesem Gelände geschehen ist und wieso es nicht mehr genutzt wird, aber es muss auf jeden Fall Kämpfe gegeben haben, denn in manchen Toren haben wir Einschusslöcher gefunden, von außen nach innen und auch umgekehrt.
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Und ein Bus fällt wohl auch nicht einfach von alleine um.
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Die Hallen und Räume sind alle fast leer. Hier und da findet man Holzabfälle und  alte Schilder, irgendwo steht noch ein Tisch und in einer Halle lag eine Ofenklappe.
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An den Straßen, die vom Gelände weg führen, stehen noch andere kleinere kaoutte Häuser zwischen den Bäumen, aber da haben wir uns nicht hin getraut.
Man muss hier, abseits der geteerten Wege, so wie in fast allen Grenzgebieten Kroatiens, auch vorsichtig sein mit Tretminen.
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Ein Stück weiter in die andere Richtung kommt man auf einem Platz heraus, der wohl auch zum Militärgelände gehört hat, denn hier verläuft noch ein Stück Mauer. Die Tore sind aber offen und auf beiden Seiten stehen Wohnhäuser.
Auf diesem Platz, außerhalb der Mauer, steht ein altes Flugzeug, das frei zugänglich und von ausgetrampelten Pfaden umgeben ist.
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Auch hier sind Einschusslöcher zu sehen und die Ladeklappe ist heraus gebrochen, sodass man rein sehen kann. Es scheint aber ausgeschlachtet worden zu sein, denn viel ist nicht mehr drin.
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Gerade als wir weiter fahren wollten, um den eigentlichen Flughafen zu finden, kamen zwei ältere Männer mit einem Traktor angefahren. Einer von ihnen sprang ab und kam zu uns.
Er zeigte in die Richtung, in die wir fahren wollten, zählte zwei Kilometer ab, deutete dann nach rechts, zählte drei Kilometer ab, sagte „Stop! Polizia“ und überkreuzte die Arme.
Somit waren wir also irgendwie gewarnt, nicht zu weit zu gehen.
Wir bedankten uns, er lachte, schüttelte unsere Hände und sagte „Auf Wiedersehen“, bevor er wieder auf den Traktor aufstieg.

Wir fuhren los und ließen die letzten Wohnhäuser hinter uns.
Irgendwann zeigte sich neben der Straße ein Betonfeld, wir hielten an und schauten nach Hinweisen, was das wohl sein könnte. Vergeblich.
Da wir das Motorrad schon abgestellt und die Helme angeschlossen hatten, setzen wir unseren Weg zu Fuß fort.
Als wir fast die Hoffnung aufgegeben hatten, noch etwas zu finden, bemerkten wir eine Abzweigung.
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Diese führte uns zwar wieder nur auf ein Betonfeld, aber nachdem wir noch zwei weitere davon überschritten hatten, standen wir auf einer viel größeren Fläche, die blasse gelbe Markierungen aufwies und von der aus sich in drei Richtungen endlos lange Bahnen strecken.
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Wir hatten also endlich die Start- und Landebahnen gefunden!
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In die andere Richtung führten sie in den Berg rein.
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Der komplette restliche Flughafen samt Hangars, Funk- und Meldezentralen, Fallschirmräumen, Pilotenunterkünften und was noch alles dazu gehört, wurde damals nämlich in den Berg gebaut.
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Er soll scheinbar sogar als Atombunker funktioniert haben. Als im damaligen Jugoslawien dann der Krieg ausbrach, wurde die Anlage aber mehr oder weniger kontrolliert gesprengt, damit nicht eine der beteiligten Parteien sie für sich hätte nutzen können.

Auf dem Rückweg zum Campingplatz haben wir noch ein sehr schönes Stück Natur gefunden, was als Ausgleich zu dem davor Erlebten wirklich angenehm war.
Wir sind eine Schlucht runter gelaufen, zu einem ausgetrockneten Fluss.

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Verpflegung 2.0

Mit der Art der Verpflegung halten wir es in Ungarn und Kroatien genauso, wie bisher.
Allerdings hat sich preislich was geändert und im kroatischen Hinterland war es auch nicht einfach, jeden Mittag etwas Warmes zum essen zu finden.
Da kam es schon mal vor, dass wir uns drei Tage lang von Brot und Aufstrich ernährt haben, weil wir keinen Imbiss und kein Restaurant gefunden haben.

Wenn wir hier einkaufen gehen und dabei ähnlich wie in Deutschland ein Brot, Belag, eine Packung Apfelsaft und etwas Obst holen, kostet uns das um die fünf Euro.
Gehen wir essen, zahlen wir pro Person zwischen 3,50 Euro und fünf Euro für ein Fladenbrot mit 5-6 Cevapcici und eine Cola.

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In Kroatien kann man auch gut einige Lebensmittel an Straßenständen oder direkt auf den Höfen kaufen, wie zum Beispiel diesen Käse:

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Und in den Supermärkten gibt es 2 Liter Bierflaschen:

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Nationalparks

Unsere letzten Tage in Ungarn haben wir auf einem Campingplatz mit Thermalbad verbracht, dessen Benutzung im Preis inbegriffen war. (Hier hatten wir übrigens auch mal Regen).
Das Thermalwasser in Ungarn sieht aber ganz anders aus, als in Deutschland und auch vom Geruch her unterscheidet es sich, vom Wasser in deutschen Thermalbädern.
Hätte ich nicht am Tag zuvor das Wasser im offiziellen Bad in Budapest gesehen, wäre ich vermutlich nicht in das Becken vom Campingplatz gestiegen.
Das Wasser war braun und trüb und hat in den ersten Momenten auch etwas unangenehm gerochen, was wahrscheinlich am enthaltenen Schwefel lag.
Meine Ringe aus Silber sind im Wasser oxidiert und sahen dann aus, als wären sie aus altem Gold. Sie haben sich aber in den Tagen nach dem Bad von selbst wieder zurück gefärbt.

An einem Tag waren wir im Nationalpark, der in der Nähe des Campingplatzes liegt.
Vom Gelände her war der eher langweilig, es war alles sehr flach und eigentlich nur von Gras bedeckt. Aber an den Seen war es ganz schön.
(Bilder sind noch auf der Kamera und folgen in den nächsten Tagen)

Danach sind wir nach Kroatien rüber gefahren.
Auf dem einzigen Campingplatz in ganz Nord- und Ostkroatien haben wir zwei Studenten aus Leipzig kennen gelernt, mit denen wir dann den dort gelegenen Nationalpark erkundet haben. Die beiden hatten Ferngläser dabei und haben uns die Vogelwelt ein bisschen erklärt. Während wir über die Boardwalks durch den Sumpf liefen, haben wir Rallenreiher, Kormorane und einen Eisvogel gesehen.

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Hier haben wir nachts Hirsche röhren gehört und auf dem nächsten Campingplatz, auf dem wir waren (der lag im größten Storchengebiet Europas) sind nachts Schakale um unser Zelt geschlichen. Die haben wir auch jaulen gehört.

Jetzt sind wir in der Nähe der Plitvizer Seen (Plitvička jezera) wo viele der Winnetou-Filme gedreht wurden.

Hier geht es jetzt wieder, aber die letzten zwei bis drei Tage haben wir uns nur kalt ernährt, weil es im kroatischen Hinterland garnicht so einfach ist, einen Imbiss oder auch nur irgendwas vergleichbares zu finden.
Vorgestern sind wir zum Beispiel eine Straße entlang gefahren, die nur von Bauruinen gesäumt war. Also Rohbauten aus Backstein, ohne Fenster, Türen, Putz, Fassade oder sonstwas.
Manche Dörfer bestehen hier aus ca acht Häusern, von denen drei auch noch unbewohnt aussehen.
Aber je weiter wir Richtung Küste fahren, desto belebter und touristischer wird es.
Unser jetziger Campingplatz hat einen eigenen Supermarkt und Restaurant und ist umgeben von Hotels, Ferienwohnungen und Gasthäusern.

Lost Places..

In Ungarn und Kroatien gibt es viele der bei Fotografen oft beliebten, sogenannten „Lost Places“. Darunter versteht man verlassene, oft herunter gekommene bis zerfallene Häuser, Firmen, Krankenhäuser und Ähnliches.
Meistens fallen sie entweder garnicht auf, da sie zugewuchert sind, oder dadurch, dass Dächer, Fensterscheiben, Türen usw fehlen.
In manchen Gegenden hat man das Gefühl, mehr solcher Häuser anzutreffen, als solche, die noch bewohnt sind.
Auf dem Weg nach Budapest sind wir an einem stillgelegten Kraftwerk vorbei gefahren.

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Wir wollten anhalten, um ein paar Fotos zu machen, aber der einzige Durchgang, der überhaupt zugänglich war, gehörte zu einem anderen Gebäude.

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Ahnt schon jemand was?
Es stellte sich später als verlassenes Theater heraus.
Als wir auf dem Platz vor dem Haus standen, entdeckten wir zwei Autos, und kurz darauf stieg jemand in eins davon ein und kam zu uns gefahren. Ich dachte, er wollte uns wieder weg schicken, aber stattdessen fragte er uns etwas auf ungarisch und Kevin antwortete in Zeichensprache, dass wir nur Fotos machen wollen. Der ältere Mann gab uns zu verstehen, er sei in fünf Minuten zurück und wir sollten solange fotografieren und uns umschauen.

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Als er zurück kam, bedeutete er uns, mitzukommen und führte uns ins Haus rein. In einer Art Aufenthaltsraum konnte ich, nachdem extra für uns die Beleuchtung aktiviert wurde, folgende Fotos machen:

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Dass das Akkordeon noch funktioniert, hat der Mann uns auch demonstriert 😉

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Dann ging es weiter durch die Eingangshalle, in deren Wänden riesige Mosaike eingearbeitet waren:

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Auf einer zweiten Ebene in der Eingangshalle waren jede Menge Kostüme an Stangen aufgereiht.

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Aber erst als wir im Zuschauerraum vor der Bühne standen, wussten wir, dass der Mann wohl so eine Art Bauleiter sein musste, der über die Renovierung des Theaters wacht. Auf der Bühne waren noch mehr Männer, vermutlich Bauarbeiter, die mit irgendetwas beschäftigt waren. Der Mann erklärte uns noch, dass die Gestaltung der Decke mit der Akkustik zu tun hat.

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Danach bot er uns an, die Toilette zu benutzen, führte uns wieder raus und verabschiedete sich per Handschlag von uns, bevor er wieder an seine Arbeit ging.

Ich war überrascht, wie freundlich der Mann zu uns war und wie hilfsbereit.
Das war auf jeden Fall ein sehr nettes Erlebnis.

My house in Budapest, my hidden treasure chest..

..golden grand piano, my beautiful castillo..
Um es mal mit den Worten von George Ezra zu sagen, die ich im Kopf habe, wenn ich an Budapest denke.

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Ich fange mit einem Foto an. Und zwar mit einem, das eines der größten und wichtigsten Gebäude von Budapest zeigt.
Jetzt fragt ihr euch vielleicht: „Groß..?!“
Ja, sehr groß!
Es handelt sich nämlich um das Parlament, das, wenn man um die Ecke schaut, folgenden Anblick bietet:

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Aber auch das ist noch nicht alles. Von „unserer“ Seite der Donau aus, also vom Pester Teil der Stadt, bekommt man wohl kaum das ganze Gebäude auf ein Foto.
Deshalb gibt es erst mal noch ein paar Details.

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Als wir gerade noch das Bauwerk bestaunten, ertönte von irgendwo her Musik und ich meinte noch: „Das klingt, als ob jetzt gleich ein König hier aufmarschiert.“ Kurz darauf kamen (vermutlich) Wachen aus dem Parlament, vier waren es glaube ich, in Uniform und mit Schwert in der Hand.

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Sie vollführten eine Choreographie zur Musik und kamen dabei sogar auf den Platz runter, auf dem wir standen.

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Als die Männer wieder im Parlament verschwunden waren, führte unser Weg uns weiter ins Innere der Stadt, über die Andrassy utca und viele kleinere Straßen, deren Namen ich mir leider nicht merken konnte. Es ist immer wieder so spannend und aufregend, eine neue Stadt zu erkunden. Meiner Meinung nach braucht es da gar nicht unbedingt die typische Tour-Tour von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten. Ich lasse mich viel lieber einfach durch die Straßen treiben und mich von dem überraschen, was es da zu entdecken gibt.
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Irgendwann wurde es mal Zeit fürs Mittagessen. Da musste es natürlich etwas typisch ungarisches sein. Ich hab die Gulaschsuppe gegessen und Kevin hatte Cevapcici.
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Zu den wichtigen Gebäuden, die wir schon gesehen haben, zählt außer dem Parlament auch der Westbahnhof.
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Man fühlt sich hier ein bisschen in alte Zeiten zurück versetzt:

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Die Stephans-Basilica:

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(Es ist ein bisschen surreal, dass um diese große, wohl auch wichtige und bekannte Kirche der Verkehr so tobt.)

Und das Opernhaus:
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Hier beeindrucken vor allem die kuppelartigen Decken an den Balkonen.
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Außerdem gibt es hier noch eine ganze Reihe anderer wunderschöner Gebäude, von denen ich teilweise nicht weiß, wie sie heißen oder was sie beinhalten.
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Budapest ist eine trendige Stadt, was sich auch an der Gestaltung einiger Lokalitäten zeigt.
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Abends waren wir in einem der unzähligen „Ruin Pubs“ von Budapest.
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Sie sind, wie der Name schon sagt, in den Ruinen alter Häuser oder auch Fabriken entstanden, was die besondere Atmosphäre dieser Orte ausmacht. Meistens in den Hinterhöfen gelegen, sind die Bars, Biergärten und Clubs von zerfallen Mauern umgeben.
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Es gibt aber auch die Variante, bei der leerstehende Häuser in Diskotheken umgewandelt wurden.
Die Gegebenheiten, aus denen die Ruin Pubs entstanden sind, prägen hier und da das gesamte Stadtbild von Budapest.
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Aber wenn daraus so etwas schönes entstehen kann, gewöhnt man sich an die Zeichen der Zeit, die in dieser Stadt teilweise deutlich zu sehen sind.

An unserem dritten Tag haben wir das jüdische Viertel besucht. Geparkt haben wir in der Nähe der Synagoge auf der Dohany utca, von wo aus wir einfach mal los gelaufen sind.
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In diesem Viertel gibt es wirklich schöne Ecken. Die Hausfassaden sind, wie in der ganzen restlichen Stadt auch, reichlich verziert mit Ornamenten, Figuren oder sogar Statuen.
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Es gibt viele kleine Streetwear-Läden und niedliche Cafés.
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Von der Dob utca geht eine Passage ab, in die es mich quasi reingezogen hat, weil dort Stände aufgebaut waren.
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Es gab Kleidung, Schmuck, Antiquitäten, Kunst, Spielsachen und noch einiges mehr, was teilweise von den Verkäufern handgemacht war, zu bestaunen. Immer mal wieder tauchten auch hier an den Seiten zwischen den Ständen gemütliche und individuell gestaltete Lokalitäten auf.
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Spontan haben wir uns dazu entschieden, hier etwas zu Mittag zu essen.
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Es war heute zwar nichts landestypisches, aber trotzdem lecker und gigantisch:
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Das jüdische Viertel ist absolut einen Besuch wert und auch ohne eine der Führungen, die dort angeboten werden, kann man einiges entdecken.

Abends, als es schon dämmerte, haben wir uns aufs Motorrad gesetzt und sind über die Donau nach Buda und dort den Berg hoch gefahren. Vom Parkplatz aus ging eine von Bäumen gesäumte Treppe nach oben. Auf der anderen Straßenseite sah es schon nach Burgmauer aus und wir hätten gerne die dazu gehörige Treppe genommen, wurden aber an den Aufzug verwiesen. Schon während wir damit hoch fuhren, bot sich uns ein toller Blick über die Lichter der Stadt.
Oben angekommen folgten wir der breitesten Straße, die uns zum Platz vor der Matthiaskirche leitete.
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Und von dort an wurde es immer besser. Schon die Kirche, mit ihrem weißen Turm vor dem tiefblauen Nachthimmel war beeindruckend.
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Aber der Blick von der Fischerbastei, die ihr hier unten seht und die Ähnlichkeit mit einer Burgmauer hat, ist einfach unschlagbar.
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Man blickt über die Donau, kann drei verschiedene Brücken sehen, und das Parlament liegt voll beleuchtet in seiner ganzen Pracht vor einem.
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Ich schlage vor, ihr lasst einfach die Bilder auf euch wirken.
Wie überwältigend schön es hier oben ist, lässt sich wahrscheinlich am besten nachempfinden, wenn man es selbst erlebt.

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Der Besuch des Buda Castle war auf jeden Fall ein würdiger Abschluss für unseren letzten Abend hier.

Die schönen Seiten..

…von Ungarn.

Dazu gehört zum Beispiel der Plattensee.

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Wir waren in Balatongyörük auf einem Campingplatz mit privatem Strand, den ihr oben sehen könnt.
Es war echt schön und eigentlich wollten wir auch noch eine Burgruine am See besuchen, diesen Ausflug hat es uns aber leider verregnet.
Deshalb gibt es die Fotos vom See jetzt nur von einem niedrigeren Aussichtspunkt und bei regnerischem Wetter.

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Und ich denke diese riesigen Eisberge kann man auch dazu zählen 😉 Also zu den schönen Seiten.

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In Keszthely gibt es außerdem ein altes Schloss mit Park, durch den man sicherlich schön spazieren kann, wenn es nicht so unerträglich heiß ist, dass einem schon im Stehen der Schweiß von der Stirn läuft.

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Diese zwei älteren Herrschaften waren recht patent. Ungefähr so, wie die Oma, die im Hühnerstall Motorrad fährt. Nur dass diese beiden hier erstmal ihre Leierkästen durch die halbe Stadt geschoben haben, bis sie einen geeigneten Platz zum Spielen gefunden hatten.

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In der Altstadt von Keszthely haben wir einen Markt gefunden, mit reichlich frischem Obst und Gemüse und jeder Menge selbst hergestellten Lebensmitteln, wie zum Beispiel Marmelade, Honig oder Würzpaste für Gulasch. Ziemlich überwältigend, die ganzen Marktstände und das Gewusel dazwischen!

Wir haben uns für Brombeergelee und einen sehr hellen Honig entschieden. Das Gelee schmeckt gut, mild und weich. Den Honig probieren wir erst gleich 😉

Graz

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Das ist Graz.
Und das auch:

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Zumindest ein Teil davon. Und zwar das Grazer Kindermuseum mit der kostenlosen Ausstellung „Sommerspiele“.
Diese beinhaltet wie ihr oben seht ein Bällebad, einen Containerpool im Hinterhof, eine von Kindern gestaltete Landschaft aus Papier, Pappe und Plastik und eine Spielkonsolen-Installation.

Graz kann aber auch anders. Es ist zum Beispiel geschmückt mit Street-Art. Vor allem am Ufer der Muhr kann man sie finden und sie äußert sich ganz unterschiedlich. Da kleben einerseits die (teils gesellschaftskritischen)  Sprüche einer Art Organisation:

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Andererseits hängen Klettergriffe und -haken an der Wand der Brücke:

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Neben einem kleinen Café gibt es eine Wand mit Skulpturen, die scheinbar für Street-Art freigegeben sind:

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Und es gibt das Graffiti, wie wir es auch von zu Hause kennen:

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Graz hat aber auch architektonisch was zu bieten, wenn man sich zum Beispiel das Schloss ansieht. Wie ein Wächter thront es über der Stadt.

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Hinauf führt eine interessante Treppe:

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Uns war es allerdings zu heiß, um hoch zu laufen. Wir sind nur ein bisschen durch die Altstadt spaziert, haben auf dem „Hauptplatz“ was gegessen und uns an schön gestalteten Hausfassaden erfreut.

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In Graz gibt es auch ein auf der Muhr schwimmendes Café bzw Theater:

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Das ist aber vermutlich spektakulärer, wenn man zu einer Aufführung dort hin geht.

Alltagsimpressionen

Unsere letzte Nacht in Österreich haben wir mehr oder weniger aus Versehen auf einem 50+ Campingplatz verbracht, dessen Bezeichnung sich wirklich auf das Alter der Gäste bezieht.
Als es dunkel wurde, kamen aber noch ein paar andere Leute in unserem Alter.

Übrigens liebe Biker: der Campingplatz liegt in der Nähe vom Red Bull Ring 😉 wir sind aber nur dran vorbei gefahren.

Gestern Nachmittag sind wir in Ungarn angekommen und mussten ewig nach einem Campingplatz suchen, weil Campen zumindest in der Gegend wohl nicht so beliebt ist.
Auf dem Platz, auf dem wir übernachtet haben, waren wir die einzigen Gäste, bis auf ein dauercampendes Paar.
So sahen die Sanitäranlagen auch aus, weswegen ich mich lieber heute morgen mit einem Stück Seife im See gewaschen hab.
Unser Abendbrot bestand aus vier Scheiben Brot, die die Betreiber des Platzes uns geschenkt hatten, weil der Supermarkt im Dorf schon um 18.00 Uhr Feierabend macht. Was aber auch kein Wunder ist, wenn er um 5.30 Uhr öffnet.

Als wir heute morgen grade losfahren wollten (so früh, dass noch niemand anders wach war) ist auf einmal ein kleiner Fuchs über den Campingplatz gelaufen. Er hat sich mal kurz nach uns umgesehen und ist dann weiter zum See gelaufen.

Unser heutiges Frühstück haben wir uns unterwegs im Supermarkt geholt und es sah so aus:

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Auf dem Brot war der Aufkleber mit dem Strichcode und der ging nicht ganz weg. Also eigentlich überhaupt nicht. Mit dem Messer ließ sich das Stück aber gut entfernen.

Der Ort, an dem wir gefrühstückt haben war dieser hier:

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Ein Firmenparkplatz oder so.. Neben dem folgendes Gebäude stand:

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So Ecken gibt es hier viele, aber jetzt sind wir am Plattensee und in den nächsten Tagen gibt es einen Beitrag über die schönen Seiten Ungarns.

Wenn man auf einem Abenteuer wie diesem ist, ist alles aufregend, selbst auf einem verlassenen Parkplatz Pause zu machen. Überall gibt es was zu entdecken oder kennen zu lernen. Alles ist neu und spannend und einfach so unglaublich cool!