Weg nach Gurgaon

Unser erster Eindruck von Delhi war etwas ernüchternd.
Wir kamen völlig übermüdet und durstig aus dem Flughafen und standen in einer riesigen Menschenmenge.
Der Plan war, ein Taxi zu nehmen und zu unserem Couchsurfing-Host nach Gurgaon zu fahren.
Dieser Plan war nur nicht besonders einfach umzusetzen.
Natürlich haben uns viele Männer angesprochen und wollten uns eine Taxifahrt anbieten, aber da jetzt einen auszusuchen, der vertrauenswürdig ist und dir keinen zu hohen Preis macht.. Das hat wohl nicht so gut geklappt. Als wir nämlich grade mit einem der Männer zu seinem Taxi laufen wollten, hielt uns ein anderer auf, sagte, er sei Polizist und wir sollten nicht mitgehen. Dann hat er uns zu einem „offiziellen“ Taxistand gebracht. Wie wir später erfahren haben, kann er kein Polizist gewesen sein, da diese immer eine Uniform tragen, was bei ihm nicht der Fall war.

Wir haben uns dann nach längerem hin und her mit der echten Polizei für die Metro entschieden.
Generell kann ich die Metro in Delhi nur empfehlen, da jeder Eingang von mehreren Polizisten bewacht wird und jeder Fahrgast, der in die Metro möchte samt Gepäck durch einen Scanner laufen muss. Auch preislich ist die Metro kaum zu toppen.
Anfangs kommt einem das komisch vor, aber man gewöhnt sich dran und dann geht die ganze Prozedur vom Ticketkauf über den Scanner bis zum Sitzplatz in der Metro auch recht schnell.

Jetzt aber zurück zu unserem Weg nach Gurgaon.
Wir hatten uns am Netzplan der Metro ausgeguckt, mit der gelben Linie zu fahren und dann in die hellblaue Linie umzusteigen.
Auch das hat sich als kein guter Plan heraus gestellt.
Als wir nämlich ausgestiegen waren, wussten wir doch nicht mehr so genau, wohin und Google Maps in Kombination mit dem Netzplan der Metro hat uns nur noch mehr verwirrt.
Nachdem wir dann da so eine Weile planlos rumgestanden sind, von zwei Leuten angesprochen wurden, und uns wegen dem chaotischen Verkehr nicht so ganz von der Fußgängerbrücke runter getraut haben, konnten wir uns schließlich dazu durchringen, es mit einem Tuk-Tuk zu probieren. Der Fahrer sollte ja zumindest wissen, wo die Adresse ist, die wir suchen.

Ich war so müde, dass ich im Tuk-Tuk eingeschlafen bin und von der Fahrt kaum etwas mitbekommen hab. Aber als ich aufgewacht bin, standen wir vor dem richtigen Haus.
Drinnen wurden wir von Manish mit frisch gekochtem indischen Essen begrüßt. Über den viel zu hohen Preis, den wir fürs Tuk-Tuk bezahlt haben, konnte er nur lachen.

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