Himmel über Delhi

Der Verkehr in Indien scheint erst mal wirklich so schlimm, wie alle immer sagen. Aber wenn man ein paar Mal in Delhi unterwegs war, gewöhnt man sich daran.
Am Anfang fand ich es am Einfachsten, mich an Einheimischen zu orientieren, die in die gleiche Richtung wollten, wie ich.
Und als Fußgänger findet man erstaunlich oft eine Lücke im Verkehr, in der man die Straße überqueren kann.
Irgendwie klappt es auch immer. Wenn man selbst fährt, halten die anderen schon an und wenn jemand anders als erstes fährt, muss man eben selbst warten.
Mit Blickkontakt, guter Reaktionsfähigkeit und auch etwas Mut schafft man das auch als Europäer. Ich sage nicht, man soll nicht vorsichtig sein, aber wenn man vor dem Verkehr Angst hat, kann man es auch gleich bleiben lassen.

Das Essen hingegen war von Anfang an unschlagbar lecker.
Kevin meint, dass sogar er hier locker zum Vegetarier werden könnte. Viele Restaurants hier in Nordindien sind tatsächlich komplett vegetarisch. Macht aber auch Sinn. Die Hinduisten essen keine Kühe, die Muslime kein Schwein und die Buddhisten überhaupt kein Fleisch.
In manchen Restaurants findet man allerdings Gerichte, die Geflügel enthalten.
Hauptbestandteil des Essens hier ist Reis. Dazu gibt es eine Menge Gerichte, die Gemüse in unterschiedlichsten Varianten und bzw oder einen weichen, weißen Käse beinhalten. Entweder frittiert oder in einer der vielen Soßen. Dazu wird meist Fladenbrot serviert, beispielsweise Roti, Naan, Chapati oder Pappad, welches hier quasi als Besteck dient.
Wie man es faltet, um damit das restliche Essen aufzunehmen, hat uns Manish beigebracht. Nach ein paar Mal üben, klappt es ganz gut.
Achja, der Chai Tee hier schmeckt super gut! Kein Vergleich zu dem, was man meistens in Deutschland bekommt 😉

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Die Menschen in Indien sind meistens recht interessiert an uns.
Die Blicke, die uns treffen reichen allerdings von skeptisch und misstrauisch über neugierig bis hin zu freundlich. Manchmal werden wir angesprochen, nur damit man mit uns reden kann. Wir werden gefragt, wie es uns geht und wo wir her kommen.
Viele Frauen kleiden sich noch traditionell, unabhängig von ihrem Alter. Die Kleidung, die sie dann tragen ist erfrischend farbenfroh, die einzelnen Kleidungsstücke sind farblich aufeinander abgestimmt und manchmal mit detaillierten Mustern verziert.
Es gibt aber wohl auch immer mehr, vor allem junge Frauen, die sich westlich kleiden.

Und um auf die Überschrift zurück zu kommen: ein Mal haben wir in Delhi sogar, entgegen aller Vorurteile, blauen Himmel sehen können.

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2 Gedanken zu „Himmel über Delhi“

  1. Herrlich,das ist genau das das ich von solch einer Reise erhofft hatte,
    Wenn ich die Gerichte sehe,mmh!!
    Weiter so und gute Erholung,T.

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