Hanoi

So traurig es klingt, sind wir wohl langsam „übersättigt“ von Südostasien, weshalb wir nicht mehr groß auf Sightseeingtouren gehen, sondern eher gemütlich die Orte auf uns wirken lassen.

Das beinhaltet natürlich wieder jede Menge leckeres asiatisches Essen! Wie zum Beispiel die in Nordvietnam beliebten Hot Pots, bei denen einem eine kleine Feuerquelle samt Topf mit heißem Wasser auf den Tisch gestellt wird. Dazu bekommt man einen Teller voller Gemüse, Nudeln und Ähnlichem, was man sich dann nach Lust und Laune im Hot Pot kochen kann.

Wir haben uns aber für ein Barbeque entschieden, das ähnlich ausfällt, nur eben mit einer Art Tischgrill und zusätzlich zum Gemüse mit Fleisch.

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Kevin am Tischgrill
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Straßenszene in Hanoi

Bei einem abendlichen Spaziergang erstrahlte die Brücke auf einem der vielen Seen Hanois in leuchtendem Rot.

Rot beleuchtete Brücke in Hanoi
Rot beleuchtete Brücke in Hanoi
Abendlich erleuchteter Schildkrötenturm in Hanoi
Abendlich erleuchteter Schildkrötenturm in Hanoi

Des Weiteren habe ich noch ein paar Straßenszenen für euch fotografiert.

Auch Mönche brauchen mal 'ne Pause
Auch Mönche brauchen mal ’ne Pause
Fahrbarer Verkaufsstand im nächtlichen Hanoi
Fahrbarer Verkaufsstand im nächtlichen Hanoi
Traditionelles Gewand vietnamesischer Frauen
Traditionelles Gewand vietnamesischer Frauen
Nach Feierabend schnell noch ein bisschen Sport machen
Nach Feierabend schnell noch ein bisschen Sport machen

Die Parks sind generell gegen Abend viel mehr bevölkert, als tagsüber. Man trifft sich zum Sport oder flanieren, beobachtet die anderen, setzt sich als Backpacker hin und verkauft selbst geschossene Fotos, oder geht als Student auf die Suche nach Gesprächspartnern um sein Englisch zu verbessern.

Die Vietnamesen sind stolz auf ihre Kaffeeproduktion
Die Vietnamesen sind stolz auf ihre Kaffeeproduktion
Französische Einflüsse in Vietnam
Französische Einflüsse in Vietnam
Essen findet man hier an jeder Ecke
Essen findet man hier an jeder Ecke
Unter dieser Fülle an Blumen versteckt sich tatsächlich ein Fahrrad!
Unter dieser Fülle an Blumen versteckt sich tatsächlich ein Fahrrad!

An einem Abend haben wir uns eines der Wasserpuppentheater angeschaut, für das Vietnam berühmt ist.

Der Saal sieht aus, wie in einem normalen Theater, nur dass sich vorne anstelle der Bühne ein quadratisches Becken befindet, das ungefähr hüfthoch mit Wasser gefüllt ist.

Auf der Wasseroberfläche stand in diesem Fall ein Haus als Kulisse, dessen vordere Wand jedoch nur aus einem Vorhang bestand, hinter welchem sich die Puppenspieler befanden. Die Pupppen sind an Stäben befestigt, sodass die Spieler die Figuren vor dem Vorhang  vor sich her bewegen können, während sie selbst im Haus hinter dem Vorhang versteckt bleiben.

Die traditionelle Musik wird live gespielt und die einzelnen kurzen Theaterstücke handeln vom Alltag der Vietnamesen sowie historischen und religiösen Sagen.

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Die Höhlen von Phong Nha

Nach der kulturellen Enttäuschung von Hue wurden wir in Dong Hoi, in der Nähe vom Phong Nha Nationalpark positiv überrascht.

Im Buffalo Hostel wurden wir sehr lieb empfangen, unter anderem, indem mir eine der Mitarbeiterinnen ein Herz in die Hand malte.

Ich hab dann gleich für den nächsten Tag eine Tour zu den Höhlen gebucht, die die Paradise Cave und die Dark Cave umfasste.

Der eigentliche Ausflug begann damit, dass wir uns bei der üblichen Hitze den Berg hoch geschleppt haben zur Paradise Cave. Inmitten einer nicht enden wollenden Masse anderer Touristen. Unser Guide wieß uns an, einige Minuten zu warten, um die kühle Höhle nicht zu nass geschwitzt und aufgeheizt zu betreten. Die Paradise Cave ist eine riesige Tropfsteinhhöhle mit einem Ausmaß, das ich noch nie zuvor gesehen habe.

Zuerst kommt man durch einen niedrigen Eingang, in dem man sich sogar ducken muss, in eine sehr hohe und weitläufige Halle. Man läuft unzählige Stufen runter und trifft dabei auf die skurrilsten Steinformationen, die von gewöhnlichen Stalagtiten und Stalagmiten über kleine „Monster“ und eine Art „Tannenbaum“ reichen, bis hin zu einem Klumpen, der mich an „Jabba The Hut“ aus Star-Wars erinnert hat.

In der Höhle war es angenehm kühl und eigentlich wollten wir gar nicht wieder raus. Aber die Neugier auf das, was uns in der Dark Cave erwarten würde, war dann doch zu groß.

Die Dark Cave hat ihren Namen daher verdient, dass sie abslut unbeleuchtet ist und das einzige Licht von den Stirnlampen kommt, die die Besucher tragen.  Aber von Anfang an.

Oberhalb der Dark Cave gab es Mittagessen und dann wurden wir mit Schwimmwesten, Helmen, Klettergurten und eben Stirnlampen ausgestattet, bevor wir die Stufen des Turmes erklommen, der als Startpunkt für die Zip-Line dient. Dort oben wurde einer nach dem anderen mit Hilfe des Klettergurtes an die Drahtseile gehängt, um dann an diesen herunter und zum Eingang der Höhle zu rutschen. Am Ende der Zip-Line wird man von belustigten „Hintern hoch!“-Rufen und zwei Mitarbeitern empfangen, die einen festhalten. „Hintern hoch“, weil man sonst mit dem Po stoppt, was unangenehm werden kann.

Als die ganze Gruppe runter gerutscht war, mussten wir kurz durch eine Bucht des Flusses schwimmen, um zum Höhleneingang zu kommen. Ab dort wurde es dann schnell immer dunkler, bis bald überhaupt kein Tageslicht mehr zu uns durchdrang. Gleichzeitig wurde es immer matschiger. Erst war es nur ein bisschen Feuchtigkeit an den Wänden, dann Wasser auf dem Boden, bald verschwanden unsere Füße im Matsch und nach kurzer Zeit standen wir bis zu den Knien drin. Der Weg durch die Höhle war abenteuerlich, mal niedrig, mal schmal und ein mal mussten wir einen kleinen Hang runter rutschen, bis wir schließlich im finalen Matschbecken angekommen waren. Zwischendurch kamen uns ein oder zwei andere Gruppen entgegen, von oben bis unten voll mit Matsch.

Im Matschbecken durften wir uns dann ungefähr eine viertel Stunde  vergnügen. Der Matsch war so dicht, dass man sich beispielsweise im Schneidersitz reinsetzen konnte, ohne groß unterzugehen. Zu guter Letzt haben Kaytlin, eine Kanadierin die ich während dem Ausflug kennen gelernt und mit der ich mich sehr gut verstanden hab, und ich noch unsere Gesichter in den Matsch getaucht.  Keine gute Idee! Kurz darauf hatten wir den Matsch nicht nur in den Augen, sondern auch im Mund.

Die Tour war zwar wirklich nicht billig, aber für mich hat sie sich auf jeden Fall gelohnt, weil ich nette Menschen kennen gelernt hab und jede Menge Spaß hatte!

Der Rückweg war ähnlich wie der Hinweg, nur dass wir den matschigen Hang dieses Mal an einem Seil hoch klettern und anschließend eine richtige steinerne Rutsche nehmen mussten, die einen mit viel Schwung nochmal in den Matsch katapultiert hat. Die letzte Aktivität in der Höhle war dann das Baden in einem See, der völlig im Dunkeln lag, um wenigstens wieder ein bisschen sauber zu werden. Wir haben ewig gebraucht, bis wir den Matsch aus unseren Augen und Haaren wieder draußen hatten!

Von der Höhle ging es mit Kanus zurück zum Ausgangspunkt, wo wir duschen konnten, bevor die Tour mit einem Fass Bier beendet, und wir wieder in die Stadt zurück gebracht wurden.

Am nächsten Tag mussten wir bis abends um zehn auf unseren Bus warten. Die freie Zeit haben wir teilweise im „Tree Huggers Café“, teilweise mit Spaziergängen am Kai und teilweise im Hostel verbracht. Dort kam ich mit einer der Mitarbeiterinnen ins Gespräch über Musik und wir haben uns gegenseitig unsere Lieblingslieder gezeigt, die wir über die Anlage abgespielt haben. Ihr Lieblingslied war doch tatsächlich „Haus am See“ von Peter Fox, obwohl sie vermutlich  kein Wort davon verstanden hat.

 

Hue oder „Das Geheimnis der Teigbällchen“

Hue wurde zwar im Vortrag beim Mundologia-Festival hervor gehoben, aber die Schönheit dieser Stadt hat sich uns leider nicht erschlossen. Es war so heiß und schwül, dass uns das atmen schwer fiel und die schöne Altstadt haben wir auch nicht gefunden.

So haben wir also nur mal die sogenannte Kaiserstadt besucht, die aber größtenteils auch nicht so beeindruckend war, wie man es nach dem Vortrag hätte erwarten können.  Zumindest nicht, nach all dem, was wir in anderen Teilen der Welt schon gesehen haben.

Die Fotos zeige ich euch natürlich trotzdem.

Eingang der Königsstadt von Hue
Eingang der Königsstadt von Hue
Die Zitadelle von Hue
Die Zitadelle von Hue
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Koi-Becken, Baum, Zitadelle von Hue
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Eine Art Gallerie in der Königsstadt
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Was noch übrig ist..
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Eins von vielen Koi-Becken in der Königsstadt
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Theater innerhalb der Könnigsstadt
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Selfie vor einer riesengroßen Spiegelwand
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Eine Figur auf dem Hof vor dem Thronsaal

Die restliche Zeit haben wir hauptsächlich in Restaurants oder dem Café um die Ecke verbracht, wo wir einfach mal alle Snacks, die auf der Karte standen, bestellt und probiert haben.

Zunächst hatten wir nur etwas zu trinken bestellt, unseren ersten Matcha-Tee überhaupt! Mit fortschreitender Stunde haben aber immer mehr Leute um uns herum etwas zu Essen bestellt, was oft wirklich lecker aussah. Besonders die kleinen Teigbällchen hatten es mir angetan. Allerdings wusste ich ja nicht, wie sie heißen. Und bis der Kellner auf mich aufmerksam wurde, hatten die Leute am Nebentisch ihre Bällchen schon aufgegessen, sodass ich nicht mal darauf zeigen konnte.

Ich wollte aber unbedingt wissen, was das für Bällchen waren, also haben wir einfach die ersten beiden Gerichte auf der Karte bestellt.

Das Erste stellte sich als gekochter Mais mit scharfer Soße heraus und hinter dem zweiten verbarg sich eine Art vegetarisches Suhsi, ohne Fisch, dafür mit Gemüsefüllung. Aber keine Bällchen..

Als nächstes bekamen wir Beef Jerky mit Limette. Wieder keine Bällchen.

Das nächste Gericht war gerade nicht verfügbar und so bekamen wir endlich, endlich die heiß ersehnten Teigbällchen. Gespannt biss ich hinein, schaute mir dann die Füllung an und erkannte.. Tintenfisch!

Wer mich gut kennt weiß, dass ich mir kaum etwas schlimmeres hätte vorstellen können, da ich bei Meeresfrüchten normalerweise Reiß aus nehme. So war dann also das Geheimnis der Teigbällchen gelüftet und mein Appettit darauf vergangen.