Das echte Laos

Das echte Laos haben wir definitiv im Nola Guesthouse kennen gelernt. Allein die Anreise war ein kleines Abenteuer.

Von Vangvieng aus konnten wir über das Hostel arrangieren, dass uns der Minibus so weit wie möglich mitnimmt und uns dann an der richtigen Stelle raus lässt. Diese „richtige“ Stelle war aber einfach nur eine Kreuzung mit einer Suppenküche, einem Laden und ein paar Häusern..

Wir standen dann dort etwas verloren herum, bis wir mit dem Flyer des Guesthouses in die Suppenküche gegangen sind, um einfach mal zu fragen, was wir jetzt machen sollen. Dort gab uns die Dame mit Zeichensprache und ein paar Brocken Englisch  zu verstehen, dass wir noch ein bisschen warten sollten. Man stellte uns zwei Stühle in den Schatten und in Ermangelung von Alternativen saßen wir dann dort und haben gewartet. Irgendwann waren zwei Männer mit ihrer Suppe fertig und, ich weiß nicht mehr wie wir uns verständigt haben, aber wir haben quasi das Mittagessen der Herren bezahlt und dafür haben sie uns mit ihrem klapprigen Pick-up zum Guesthouse mitgenommen, weil sie sowieso zur Baustelle im gleichen Dorf mussten.

Dort wurden wir von dem Italiener Michael empfangen, der Mitbesitzer vom Nola ist und den wir zuvor schon mal in einem der Minibusse getroffen hatten. Nachdem er uns unser kleines, komplett aus Holz gebautes und ganz bestimmt weder luft- noch krabbeltierdichtes Zimmer, den Garten und den offenen Gemeinschaftsbereich gezeigt hatte, lud er uns für den nächsten Tag zu einem Dschungelspaziergang mit zwei anderen Gästen ein.

Der Spaziergang führte uns durch Tabakfelder zu einem kleinen Holzunterstand, an dem ein älteres laotisches Paar schon Mittagessen zubereitete. Nachdem wir, Michael mit der Machete voraus, durch den Dschungel gekrochen waren, bei einem kleinen Fluss Halt gemacht und Pilze gesammelt hatten, ging es wieder zurück, vorbei an Ananaspflanzen und essbarem Farn.

Zu Mittag gab es dann eben diesen gekochten Farn mit den zuvor gesammelten Pilzen, dazu Papayasalat und „Sticky Rice“, den man von Hand zu kleinen Kugeln rollt, bevor man ihn isst. Die beiden Laoten haben sich nebenher eine Ratte gegrillt.

Das Frühstück und Abendessen wurde von Thao, die mit ihrer Familie im Nola Guesthouse lebt, gekocht und von allen Gästen und Michael gemeinsam, auf dem Boden sitzend eingenommen. Sticky Rice gab es jeden Tag, die Beilagen variierten von Bananenblütensalat  und Kürbis über Zucchini, Gemüsesuppe und Omelette und ein Mal gab es sogar Pad Thai. Das Frühstück bestand aus frittierten Bananen und süßen Teigbällchen, sowie Papaya und Melone aus dem Garten.

Nach dem Frühstück hab ich jeden Tag mit Nathalie aus Kanada Yoga gemacht und danach war den ganzen Tag Zeit zum Schwimmen im Fluss, lesen, in der Hängematte liegen oder mit den Kindern aus dem Dorf spielen. Internet gab es keins.

An einem Tag haben Kevin und ich uns jeweils einen der mit Luft  gefüllten Reifen geschnappt und sind flussaufwärts gelaufen, um im nächsten Dorf den Fluss zu entern und uns wieder runter treiben zu lassen.

Nach dem schweißtreibenden Fußmarsch in der sengenden Hitze haben wir den Punkt zum Einsteigen in den Fluss nur Dank der netten Laoten gefunden, die natürlich sofort wussten, was wir zwei weißen Touristen mit den großen Reifen wollten.

Während der Flussfahrt haben wir mehrere Herden Wasserbüffel und zwei Laoten im Holzboot getroffen, die uns überholt haben.

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