Willkommen in Laos

Um von Hanoi nach Laos zu kommen, gibt es zwei Möglichkeiten die für uns in Frage kamen:

  1. Man nimmt den Bus, der locker mal 30 Stunden brauchen kann, einen möglicherweise irgendwo raus schmeißt, wo man gar nicht hin möchte (falls man nicht vorher schon im Graben landet) und der generell unter dem Namen „Busride from hell“ bekannt ist.
  2. Man nimmt das Flugzeug und kommt innerhalb weniger Stunden und völlig stressfrei in Luang Prabang an.

Falls jemandem noch nicht klar sein sollte, für was wir uns entschieden haben: Wir sind geflogen.

Auch wenn wir damit Gefahr laufen, aus den gängigen Backpackerkreisen ausgestoßen zu werden, aber den Stress und die Gefahr der Busfahrt wollte ich mir wirklich nicht antun.

Am Flughafen von Luang Prabang wurden wir sogar von freundlich lächelnden Grenzbeamten empfangen! Und mit der gleichen Einstellung sind uns nahezu alle Laoten begegnet.

Mit einem Gleichgesinnten haben wir uns dann ein Taxi zu den Hostels geteilt, was wirklich günstig war.

Noch am gleichen Tag haben wir den Nachtmarkt entdeckt, der größtenteils Souvenirs für Touristen verkauft und uns daher nicht allzu sehr interessiert. Allerdings gibt es dort auch eine Straße, in der viel Essen verkauft wird, unter anderem von Buffets, an denen man ca 1,50 Euro für eine Schale bezahlt, die man sich dann nach Belieben füllen kann.

Gegenüber gibt es eine ganze Reihe von Ständen, die alle frische Fruchtshakes, Sandwiches und Crepés in allen möglichen Varianten verkaufen. Auch hier haben wir uns des Öfteren blicken lassen.

Eines Abends hatten wir auf dem Weg zum Markt mit unglaublich vielen kleinen Fliegen zu kämpfen, die uns und alle anderen umschwirrten oder sich in unseren Haaren verfingen. Sehr nervig! Als wir gerade unsere Fruchtshakes bekommen hatten, kamen ein paar wenige Tropfen vom Himmel. Wir dachten uns nicht viel dabei, aber als sämtliche Marktstände innerhalb von Sekunden abgebaut und eingepackt waren, sind wir doch etwas misstrauisch geworden und haben uns auf den Rückweg zum Hostel begeben. Obwohl wir es wiklich nicht weit hatten, sind wir nass geworden, vom Regen der auf einmal in Strömen vom Himmel kam. Kurz darauf wurde aus dem Regen ein stattliches Gewitter. Die Einheimischen wissen die Zeichen eben zu deuten. Als ob das noch nicht genug wäre, hat es im Flur unseres Hostels durch die Decke geregnet und kurz darauf war der Strom weg. Das blieb auch einige Stunden so, bis er dann mitten in der Nacht zurück kam und mit Getöse die Klimaanlage und das Licht wieder an gingen.

Am Tag darauf lies sich das Geschehen der Nacht nur noch durch wenige Pfützen erahnen, und auch die heißen Temperaturen des Vortages waren zurück. Daher flüchteten wir in den Wald zum Kuang Si Wasserfall, mit angeschlossenem Bären-Rettungscenter.

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In diesem Center befinden sich, soweit ich mich erinnern kann, Bären, die in ihrer natürlichen Umgebung von Jägern bedroht waren und nun in geschütztem Umfeld leben, um nicht ausgerottet zu werden.

Von dort geht es weiter zum Fluss, der zwar nicht gerade einsam, aber trotzdem atemberaubend schön ist. Das hellblaue, mit Mineralien gesättigte Wasser fließt von einem Becken ins nächste und an einigen ist es erlaubt, zu baden. Das Wasser ist eiskalt, aber dadurch eine willkommene Abkühlung bei der vorherrschenden Hitze, die einen sogar schon im Sitzen zum Schwitzen bringt.

Weg zu den Wasserfällen
Weg zu den Wasserfällen
Bachlauf im laotischen Regenwald
Bachlauf im laotischen Regenwald
Kaskaden am Kuang Si Wasserfall
Kaskaden am Kuang Si Wasserfall
Wasserbecken des Kuang Si Wasserfalls
Wasserbecken des Kuang Si Wasserfalls

Wir verbringen einige Zeit bei den Badebecken, bevor wir zum eigentlichen Wasserfall laufen, der sich von oben ein ganz schön großes und steiles Stück zu uns in die Tiefe stürtzt. Man kann ihn unten kreuzen und dann auf der anderen Seite über Trampelpfade den Berg erklimmen.  Dann noch kurz verbotenerweise durch eine Absperrung durch und man steht oben, wo Mönche im Wasser baden und man eine wunderbare Aussicht genießen kann.

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Am nächsten Tag kommen wir noch mal wieder, dieses Mal widmen wir uns aber dem Butterfly Park, ein paar hundert Meter vor den Wasserfällen. Er wurde von einem holländischen Paar gegründet und besteht aus jeder Menge Blumen, die die wilden Schmetterlinge anlocken. Da es ein besonders heißer Tag ist, an dem sich sogar die Schmetterlinge lieber im Schatten verstecken, kommen wir etwas günstiger rein und können uns zunächst in einem Ableger des Flusses abkühlen, dessen Wasserbecken wir an diesem Tag für uns alleine haben.

Butterfly Park
Butterfly Park

Dann geht es weiter zum Café, in dem wir einen hausgemachten Eistee genießen und die Katzen kraulen, bevor wir uns den Schmetterlingen widmen.

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Der Park ist wunderschön und sehr naturbelassen angelegt, trotzdem erfährt man nebenher einige Fakten über das Leben und die Gewohnheiten der Schmetterlinge. In einem geschützten Bereich kann man Raupen beobachten, wie sie sich vollfressen und dann verpuppen. Nebenan läuft man durch eine Art Blumenwald, in dem Futterstationen aufgebaut sind, an denen man ab und zu bunt gemusterte Falter entdecken kann. Am Ende des Weges kann man sich auf einen Stuhl in einem Teich setzen, das sogenannte „Fisch-Spa“, und sich die Hornhaut von den Füßen knabbern lassen.

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Orchideen im Butterfly Park
Orchideen im Butterfly Park

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Kokons, die zu Schmetterlingen werden
Kokons, die zu Schmetterlingen werden

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