Märchenstadt Dalat

Nach der sengenden Hitze in Mui Ne und vor allem bei dem Sanddünen, haben wir uns über die etwas (die Betonung liegt hier auf „etwas“) kühleren Temperaturen in der märchenhaften Blumenstadt Dalat gefreut.
Dort wurden wir super lieb von Lou in seinem Homestay begrüßt.
Lou ist wirklich ein toller Mensch.
Jeden Morgen hat er Frühstück für alle gemacht, mit traditionellem vietnamesischem Kaffee und jeden Abend Abendessen, welches dann alle gemeinsam in seiner Küche eingenommen haben. Dabei waren wir maximal zu acht. Es war also auch alles eine sehr persönliche und familiäre Sache.
Dabei entstanden zum Beispiel Gespräche über die verschiedenen Kulturen, die sich an dem runden Tisch versammelt hatten.
Außerdem hat Lou alle Sehenswürdigkeiten in eine Karte eingetragen und uns dann zwei Touren erstellt, die wir mit dem Roller abfahren konnten.
Die erste Tour musste ich alleine machen, da es Kevin nicht so gut ging.
Nachdem ich erstmal an meiner nicht vorhandenen Fähigkeit, Google Maps zu verstehen verzweifelt bin, hab ich es irgendwie doch geschafft, eine Tankstelle zu finden und mich danach so weit orientieren können, dass ich mit Hilfe von zwei unterschiedlichen Karten und dem GPS meines Handys die Plätze ansteuern konnte, die mich interessiert haben
Da wäre zum ersten Mal das Crazy House, auf das ich mich schon seit Langem gefreut habe.

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Ein Meer aus Blumen beim Crazy House

Es ist eigentlich eine Art Hotel mit ungefähr sechs Zimmer, vielleicht ein bisschen mehr, die hier und da in der Anlage versteckt sind. Das Gelände kann man für einen geringen Eintrittspreis auch zu Sightseeingzwecken betreten, was sich für mich definitiv gelohnt hat.

Eines der Zimmer im Crazy House
Eines der Zimmer im Crazy House

Es gibt nicht viel zu tun, man kann lediglich durchlaufen, aber dafür umso mehr zu sehen. Am Besten schaut ihr euch einfach die Bilder an.
Ich jedenfalls hab mich gefühlt wie Alice im Wunderland.

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Hier kann man den Leuten auf’s Dach steigen
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Hereinspaziert, ins Crazy House!
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Auf schmalen Stufen über den Dächern Dalat’s
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Ein Garten wie Alice’s Wunderland

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Danach ging es für mich weiter zum alten Bahnhof.
Der ist recht klein, aber schön und bietet ein paar nette Fotomotive.
Neben dem Bahnsteig steht ein alter Waggon, der zu einem schicken Café umgebaut wurde, aus dem die Musik der Backstreet Boys dudelte.

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Der alte Bahnhof von Dalat

Weiter vorne wurde zu Besichtigungszwecken eine alte Dampflok ausgestellt, die die meiste Zeit von Selfie knipsenden Asiatinnen belagert war.

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Die alte Lok
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Alte Waggongs
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Der alte Bahnhof von vorne

Nach dem alten Bahnhof hab ich mich auf den Weg gemacht zum goldenen Buddha. Ein Wahnsinnsteil, das sich riesig vor dem immer dunkler werdenden Himmel erhob.

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Der goldene Buddha in Dalat
Nochmal zum Größenvergleich, mit Mensch im Vordergrund
Nochmal zum Größenvergleich, mit Mensch im Vordergrund

Den dazugehörigen Tempel konnte ich leider nicht von innen fotografieren, aber er war nicht weniger beeindruckend. In Vietnam findet man neben den französischen Einflüssen aus der Kolonialzeit auch, gerade an Tempeln, einen starken chinesischen Einfluss, wie ich finde.

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Chinesisch angehauchter Brunnen beim goldenen Buddha
Chinesischer Drache, aus Holz geschnitzt
Chinesischer Drache, aus Holz geschnitzt

Die Buddhastatue im Tempel war umringt von detailliert ausgearbeiteten, blauen Drachen und auch der Außenbereich war ähnlich gestaltet.

Während der Umrundung des Sees in Dalat hab ich noch ein paar lustige Sachen entdeckt, wie zum Beispiel diese Cinderellakutsche,
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ein doch sehr französisch anmutendes Haus,
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die „Cock-Church“,
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dieses vielstöckige Gebäude
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und ein paar Halbinseln auf dem See.
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Am nächsten Tag haben wir uns zu zweit auf die Suche nach dem Tiger-Wasserfall gemacht, der laut Lou „verlassen“ sei. Ich konnte mir zu dem Zeitpunkt noch nicht ganz vorstellen, wie ein Wasserfall verlassen sein könnte und wie sich das äußern würde, allerdings wurde das immer deutlicher, je näher wir dem Wasserfall kamen.
Der Weg dorthin war, nachdem wir die geteerte Straße hinter uns gelassen hatten, schrecklich. Zumindest wenn man nicht gerade mit einem offroadtauglichen Fahrzeug gesegnet ist, sondern mit einem Roller, der schon auf normalen Straßen fast unter der Belastung von Schlaglöchern zusammen bricht.
Wir haben uns mit dem Fahren (oder soll ich besser „holpern“ sagen?) abgewechselt und so das Gefährt, dessen Motor immer wieder ausgegangen ist, irgendwie durch den Wald gelenkt.
Als wir schon dachten, wir seien auf dem falschen Weg, erschien über der Straße ein vermodertes Schild, welches uns willkommen hieß, und das herunter gekommene Wärterhäuschen hatte wohl auch schon länger niemand mehr betreten.
Abenteuerlustig wie wir sind, folgten wir der nun wieder befestigten Straße, die auf einmal relativ schnell relativ steil wurde und zu diesem Zeitpunkt begann ich, mich zu fragen, ob wir diese Straße mit diesem Roller jemals wieder hoch kommen würden.
Auch dieser Weg schlängelt sich gefühlt endlos durch den Wald, bevor er uns auf einer Art Lichtung ausspuckte, wo wir tatsächlich auf einen anderen Menschen trafen. Der knüpfte uns Parkgebühren ab. Echt jetzt.
Am Ende des „Parkplatzes“ befand sich ein Restaurant, oder zumindest wirkte es, als wäre es mal eins gewesen.
Auf dem Weg zum Wasserfall blickte uns eine überlebensgroße, graue (da verwitterte) Tigerfigur entgegen und den Weg säumten Brandspuren, sowie verbrannte Pflanzenreste. Hier und da kroch sogar noch ein wenig Rauch aus der Asche.

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Der Verwitterungsprozess, der die kleine Holzhütte ergriffen hatte, vervollständigte die mysthische Stimmung.

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Verlassene Holzhütte am Tiger Wasserfall

Als wir die vielen Stufen hinter uns gelassen hatten, empfing uns ungeachtet dessen, was oben passiert sein muss, eine friedliche, fast schon abgeschottete Atmosphäre.

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Der perfekte Ort, um die Augen zu schließen und den Geräuschen der Natur zu lauschen. Für den restichen Tag. Oder die restliche Woche.

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Würden da nicht die dunklen Wolken am Himmel und der stärker werdende Wind ein aufziehendes Gewitter ankündigen.
Kevin ist schon wieder auf dem Weg Richtung Roller, aber ich kann es nicht lassen, zu erforschen, wo die zerfallene Hängebrücke am oberen Ansatz des Wasserfalls, ihren Ursprung hat.
Auf meiner von Donnergrollen begleiteten Suche entdecke ich ein verrostetes Schild. So verrostet, dass ich kein Wort mehr lesen kann.

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Schild am Tiger Waterfall

Egal, weiter. Vorbei an einer Indianerstatue und um die Ecke, wo mir weitere Tigerfiguren einen gehörigen Schreck einjagen, als sie da unter dem immer dunkler werdenden Himmel auf einmal vor mir stehen.

Indianerstatue am Tiger Waterfall
Indianerstatue am Tiger Waterfall
Tiger Waterfall
Tiger Waterfall

Aber hier hat auch die Hängebrücke ihren Urpsrung. Zu gerne hätte ich versucht, sie zu überqueren, um mir auf der anderen Seite einen Weg durch den verlassenen Park zu schlagen, doch da hörte ich Kevin zum wiederholten Mal nach mir rufen. Schweren Herzens verabschiedete ich mich von diesem Abenteuer und kehrte zu Kevin zurück, um mit ihm den Rückweg anzutreten.

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Zerfallene Hängebrücke

Durch den aufbrausenden Wind tuckerten wir auf unserem Roller den Berg hoch, aber das Vergnügen war nicht von langer Dauer. Schon bei der ersten deutlichen Steigung kapitulierte die Klapperkiste und ich musste absteigen.
Jetzt stellt euch mal folgende Szene vor: Wir spüren, dass das Gewitter über uns jeden Moment losbrechen kann, aber der Roller tut nicht mehr richtig, sodass Kevin in sehr schnellem Schritttempo alleine fährt und ich nebenher rennen muss. Bergauf. Über eine Straße, um die sich seit Jahren niemand mehr gekümmert hat.
Irgendwie haben wir es dann bis nach oben geschafft, zeitgleich trafen uns die ersten Regentropfen. Wir tapferen, unwissenden Touristen haben nur unsere Wertsachen unter den Sitz gepackt und sind weiter gefahren, nicht wissend, dass die mitleidigen Blicke der Einheimischen durchaus ihre Berechtigung hatten.
Wenige Minuten später waren wir klatschnass. Nachdem wir die Plätze getauscht hatten, ich aber wegen dem dichten Regen dann auch nichts mehr sehen konnte, hab ich einfach an der nächsten Möglichkeit angehalten, sodass wir uns unterstellen konnten. In dem Café spielten ein paar ältere Männer Chinesisches Schach und ein anderer hat sofort Tee und Taschentücher zum Abtrocknen für uns bestellt und uns dann noch auf einen Kaffee eingeladen. Dafür wollte er nichts weiter, als sich ein wenig mit uns zu unterhalten. Auf unsere Nachfrage hin, hat er ehrlich geantwortet, dass er keine Ahnung habe, wann der Regen wieder aufhöre. Als der Himmel aber nach einer Weile wieder heller und der Regen schwächer wurde,versicherte man uns, dass wir es jetzt auf jeden Fall wagen könnten, die Fahrt wieder aufzunehmen. So verabschiedeten wir uns und konnten sicher ins Hostel zurück kehren.

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Dort, bei den Sanddünen

Das nächste Ziel auf unserem Weg vom Süden in den Norden Vietnams heißt Mui Ne bzw Phan Thiet, da es im kleinen Fischerörtchen Mui Ne keine Unterkünfte für Touristen gibt.
Davon hab ich auf dem Vortrag beim Mundologia-Festival gehört.
Im Vortrag wurden besonders die Sanddünen, die sich hier befinden hervor gehoben.

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Eine Oase vor den weißen Sanddünen

Allerdings hat niemand die Luxusresorts erwähnt, die sich hier Wand an Wand aneinander reihen.
Und dass es 20 Dollar kostet, um für 20 Minuten mit dem Quad durch die Dünen zu heizen.
Und dass ich mich nicht trauen würde, mit dem Quad durch die Dünen zu heizen und stattdessen im Schritttempo vor mich hin tuckern würde.

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Weiße Sanddünen in Mui Ne

Zum Glück sah das offensichtlich so bemitleidenswert aus, dass sich einer der Jungs vom Verleih dazu erbarmt hat, mir hinterher zu kommen und mich auf den Rücksitz meines Quads zu verbannen um mich dann durch die Dünen zu „kutschieren“.
Das hat er dann ganz ordentlich gemacht. Als er das erste Mal angefahren ist, hätte es mich fast hinten runter geschmissen und als er die Düne hoch gefahren ist, die sich gefühlt senkrecht vor uns erhoben hat, dachte ich, das wars jetzt und wir liegen gleich begraben unter dem Quad im Sand. Das war dann aber doch nicht der Fall.

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Weiße Sanddünen in Mui Ne
Rote Sanddünen in Mui Ne
Rote Sanddünen in Mui Ne

Der Typ ist 15 Minuten lang in halsbrecherischem Tempo durch den Sand gerast, Dünen hoch und Dünen runter und auf der Steilkante entlang und hat mich danach sicher und unversehrt wieder am Ausgangspunkt abgesetzt. Hat dann doch echt Spaß gemacht!
Zwischendurch hat er auch ein paar Mal angehalten, damit ich Fotos machen konnte, die ich euch jetzt noch präsentieren werde.

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Sonnenuntergang in Mui Ne

Mui Ne an sich ist allerdings ganz hübsch anzusehen.
Die Küste ist hier voller kleiner Fischerboote, und der Sonnenuntergang taucht den Himmel in unterschiedliche Lilatöne.

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Fischerboote vor der Küste Mui Nes

Baden gehen wollte ich hier allerdings nicht, da ich bei einem Spaziergang am Strand lauter tote Meerestiere gefunden hab..
Das benachbarte Phan Thiet ist bekannt für die vielen Möglichkeiten, Kitesurfen zu lernen und zu betreiben. Mir war das allerdings zu riskant, wegen dem Armbruch und Kevin war die Zeit zu knapp.

Durch ein bisschen Internetrecherche sind wir auf den „Fairy Stream“ gestoßen, der zufälligerweise nur 100 Meter von unserem Hostel entfernt war. Da konnten wir also am Nachmittag locker noch hin laufen.

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Erster Kontakt zur Sanddüne

Von der Straße aus wirkt der Bach sehr unscheinbar und wie jeder andere Bach, der irgendwo auf der Welt durch eine Ortschaft fließt. Ein näheres Betrachten lohnt sich allerdings!

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Der Fairy Stream in Mui Ne

Angesichts der seit Monaten herrschenden Trockenzeit war der Strom zwar teilweise eher ein Rinnsal, aber da man aufgrund fehlender Alternativen sowieso direkt im Wasser laufen musste, war das nicht so schlimm.

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Sanddünen und Kalksteinfelsen am Fairy Stream

Das Wasser war angenehm kühl und klar, und die Umgebung atemberaubend. Vom Lärm der Straße und der Stadt ist man hier völlig abgeschottet, was eine ganz besondere Atmosphäre schafft.  Da es ja schon Nachmittag war, waren kaum Touristen unterwegs, gegen Ende war es sogar menschenleer.

Kevin vor den Kalksteinen am Fairy Stream
Kevin vor den Kalksteinen am Fairy Stream
Kalksteinformationen am Fairy Stream
Kalksteinformationen am Fairy Stream
Ein spontaner Schnappschuss beim Fairy Stream
Ein spontaner Schnappschuss beim Fairy Stream

Ho-Chi-Minh-City oder „Saigon, da wo der Hahn auf der Straße kräht“

Ho-Chi-Minh-City und Saigon bezeichnet die selbe Stadt, nur dass Saigon der alte Name ist und offiziell nicht mehr genutzt wird, inoffiziell aber schon. Klingt ja auch viel schöner.

Als wir in HCMC ankamen, sind wir die drei Kilometer zum Hostel gelaufen.
Zuerst haben wir den falschen Weg genommen, sind in einer kleinen, autofreien Gasse mit vielen Blumen und lächelnden älteren Menschen gelandet und ich dachte „Wow, ist ja voll schön hier.“
Dann haben wir den richtigen Weg, besser gesagt die richtige Hauptstraße gefunden und ich dachte „Ach du Scheiße.“
Saigon (wie ich es aus Gründen der akustischen Ästhetik nennen werde) ist eben eine Großstadt. Man kann wunderbar in einem der vielen Parks sitzen, die Menschen bei ihren Sportübungen beobachten oder über den chaotischen Verkehr, der hauptsächlich von Motorrollern dominiert wird, staunen.

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Einer von vielen: Parks in Saigon
Kleiner Tempel im Park
Kleiner Tempel im Park
Jede Menge Motorroller!
Jede Menge Motorroller!

An Sehenswürdigkeiten gibt die Stadt meiner Meinung nach nicht so arg viel her.
Die Hauptpost vielleicht, der man den Einfluss der Franzosen ganz gut ansieht.

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Die Halle der Hauptpost
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Telefonzellen im Retrostil
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Karte an der Wand

Da musste ich sowieso hin, um ein paar Sachen nach Hause zu schicken.
Das hat ungefähr eine Stunde gedauert, weil ich mindestens drei Mal auflisten musste, was und wie viel ich verschicken will, an wen es geht und wie viel es wert ist.
Dann musste ich die ganze Tasche auspacken. Das nur zwei Mal.
Der USB-Stick durfte nicht mit.
Der Epillierer nur auf dem Schiff, nicht aber im Flugzeug.
Nun gut, wenn’s denn so ist. Hatte eh nicht vor, das Doppelte für Airmail zu zahlen, nur damit es dann nach zwei statt drei Monaten in Deutschland ist.
Nachdem das Paket endlich versorgt war, hab ich dann noch zwölf Postkarten abgegeben, ein paar obligatorische Touristenfotos gemacht und dann sind wir wieder gegangen.
Die Notre-Dame-Kirche (ja, die heißt wirklich so) nebenan haben wir uns gespart, zumal ich die in Paris sowieso schon gesehen hab und ich Quasimodo auch hier in Vietnam nirgends entdecken konnte.
Den Rest des Tages haben wir mit dem Zurücklaufen zum Hostel verbracht (ihr wisst ja, Low Budget).
Am nächsten Tag haben wir uns das Kriegsmuseum angeschaut, hauptsächlich weil mich die dort ausgestellten Panzer und Flugzeuge interessiert haben.

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Die Geschichte des Krieges war etwas einseitig dargestellt („die bösen, aggressiven Amerikaner“). Der Krieg wird natürlich nur außerhalb von Vietnam „Vietnamkrieg“ genannt. Bei den Vietnamesen heißt er „Amerikakrieg“.
Allerdings war es auch so aufbereitet, dass ich mich dafür interessieren konnte, was früher in der Schule nicht unbedingt der Fall gewesen ist.
Sehr bewegt hat mich die Abteilung über „Agent Orange“, ein hochwirksames Giftgas, mit welchem im Vietnamkrieg die Vegetation und das Leben in ganzen Landstrichen zerstört wurde und dessen Auswirkungen auf die Unversehrtheit der Menschen teilweise heute noch sichtbar sind.

Nun aber wieder zu einer schönen Seite des Saigons, wie es heute ist: das Streetfood. Mega!
Selten so leckere Speisen für den Preis gegessen. Oder vermutlich sogar noch nie.
Nachdem ich am ersten Abend, an dem wir im Hostel gegessen haben, für umgerechnet vier Euro ein paar Rosen Blumenkohl serviert bekam, haben wir uns am nächsten Tag mal auf die Straße begeben.
Nur ein paar Meter neben unserem Hostel war eine Garküche aufgebaut, deren Dienste wir gleich mal in Anspruch nahmen.
Dort bekamen wir eine Portion Reis mit einem Stück Fisch, einer Schale klarer Gemüsesuppe, etwas Salat und Tee so viel wir wollten für einen guten Euro.
Am Abend gab es dort immer eine Grillsession mit super lecker mariniertem Schweinesteak für den gleichen Preis.
Ich glaub, wir haben uns während der restlichen Zeit in Saigon nur noch dort verköstigt.
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Ach ja, jetzt hätte ich fast vergessen, Bezug zur Überschrift zu nehmen.
In Saigon sieht man auffällig oft direkt an der Straße kleine Käfige, die einfach über den Hahn gestülpt werden.

Phnom Penh again

Als nächstes Land steht Vietnam an. Dafür brauchen wir aber, wenn wir länger als 15 Tage bleiben wollen, ein Visum.
Dieses Visum bekommt man in Phnom Penh.
Also geht es für uns nun vom paradiesischen Platz am Meer wieder zurück in die Großstadt.

Das kommt mir aber ganz gelegen, da ich mir noch eine Vorstellung der „Cambodian Living Arts“ ansehen wollte. Die Gruppe setzt sich für die Erhaltung traditioneller kambodschanischer Kunstformen ein und bietet jeden Abend eine Tanz- und Musikvorführung dar.
Dabei stellen die Tänzer und Tänzerinnen verschiedene Tänze zur Schau, in denen es beispielsweise um den Fischfang, die Huldigung von Büffeln oder dem Ehren der Götter geht.
Begleitet werden sie live von einer Gruppe Musiker, die ebenfalls traditionelle Instrumente verwenden und einem Gesangsduo.

In diesem Tanz wird gezeigt, wie die Götter im Himmel tanzen, mit besonderem Augenmerk auf die Hand- und Fußpositionen, die auch oft in den Reliefs an den Tempeln zu finden sind:

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Diese Tänze zeichnen sich auch durch die prachtvollen Kostüme aus.

Bei den Tänzen, die sich um Berufe oder alltägliche Handlungen drehen, nehmen die Mitwirkenden sich selbst nicht allzu ernst, was die ganze Sache umso unterhaltsamer macht.

Auch das Museum, in dem die allabendliche Aufführung stattfindet, ist sehenswert.

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Eine andere traditionelle kambodschanische Kustform ist das Schattentheater, dessen Figuren aus Kuhleder ausgeschnitten werden.

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Neben der Aufführung habe ich noch den Königspalast besucht, der ganz hübsch anzusehen ist, ansonsten aber nicht viel hergibt.

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Das Ganze gleicht eher einer Art Park, mit vielen Grünflächen, und vielen verschiedenen Gebäuden, die meisten davon Pagoden.

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Das Beeindruckendste ist wohl noch die Silberpagode, die ihren Namen daher hat, dass der Fußboden komplett mit Fliesen aus Silber belegt ist, von denen man allerdings kaum noch etwas sieht, da der Boden mit einer Menge  Teppichen ausgelegt ist.

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Es soll hier wohl auch irgendwo einen Smaragdbuddha geben, den hab ich aber dank meines nur spärlich vorhandenen Orientierungssinns nicht gefunden, und als ich dann jemanden fragen wollte, war es zu spät, da das Gelände schon um 17.00 Uhr schließt.
Schade drum, aber wir werden noch viele andere tolle Sachen sehen.

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Übrigens muss man für den Besuch im Königspalast ordentlich gekleidet sein, das heißt, Schultern und Knie müssen bedeckt sein.
Praktisch ist da ja immer die Haremshose, mit den Schultern wird es allerdings schon schwieriger.
Das einzige Shirt mit Ärmeln, das ich dabei hatte, hat mir die Sonnencreme versaut. Es sieht nun aus, wie durch orange-braune Farbe gezogen und fühlt sich auch ein bisschen schmierig an.
Da ich aber zu geizig bin, drei Dollar für ein geliehenes Shirt zu zahlen und mein, aus einem großen Tuch gebasteltes, Jäckchen nicht gilt, muss ich meine Sweatshirt-Jacke anziehen, die wirklich nicht dem entspricht, was man bei diesen Temperaturen gerne tragen möchte.

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Brav bedeckt, aber auch ohne jegliche Luftzirkulation an meiner Haut hab ich mich dann also durch den Nachmittag geschwitzt und hatte danach eigentlich keine Lust mehr, noch auf den Nachtmarkt zu gehen, aber so war es eben schon mit Kevin verabredet.

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Ebenfalls aus purem Geiz hab ich mir die Tuk-Tuk-Fahrt gespart und bin gelaufen, musste mich dann aber erstmal hinsetzen und gefühlte zwei Liter Wasser trinken.
Danach konnten wir relativ entspannt über den Markt schlendern, so richtig interessant wird es aber erst, wenn es dunkel ist, da dann die Lichter angehen und auf der mittig aufgebauten Bühne Livemusik dargeboten wird.
Ob die immer dem Geschmack der Besucher entspricht, lasse ich jetzt mal offen, aber immerhin gibt es ein bisschen Unterhaltung.
Um die Zeit zu überbrücken hab ich mir ein Eis geholt, was hier ganz interessant serviert wird.
Die Verkäufer nehmen eine halbe geschälte Kokosnuss, also so dass man außen diese braunen Fasern sieht und bearbeiten die Innenseite mit einer Art Gemüseschäler. Das führt dazu, dass das Fruchtfleisch der Kokosnuss lose in der Schale liegt und quasi als Bett für die Schokoladeneiskugeln dient, die ebenfalls in die Schale gelegt werden. Dann kommen noch gehackte Erdnüsse dazu und fertig ist die leckere, aber auch gut sättigende Süßspeise.

Ich bin ja wirklich froh, dass sich mein Magen inzwischen scheinbar an Streetfood und asiatische Lebensmittelhygiene gewöhnt hat, sonst hätte ich dieses Eis bestimmt nicht so genießen können.

Kevin wollte kein Eis, sondern lieber warten, bis die Stände mit dem herzhaften Essen aufmachen.
Er hat sich dann einfach durch „Draufzeigen“ auf die angebotenen Speisen ein Abendessen zusammen gestellt.
Das Besondere auf dem Nachtmarkt in Phnom Penh ist, dass man hier zum Essen auf dem Boden sitzt.
Jeder Stand hat ein paar Bastmatten ausgelegt, auf denen man es sich bequem machen kann.

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Wirkte auf mich angenehm authentisch.

Was sicher auch authentisch, aber leider nicht so angenehm war, waren die Bettwanzen, die mir in der folgenden Nacht die Beine zerbissen haben. Aber sowas kann nunmal auch dazu gehören.

 

Ein Platz, an dem wir in Phnom Penh recht oft waren, ist der Central Market.

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Dort gibt es von Kurzwaren, Drogerieartikeln und Kleidung über Schmuck, Accessoires und Spielzeug bis hin zu Fleisch, Fisch, Gemüse und Obst wirklich alles.

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Hier wird gerade ein Eisblock zerkleinert

Ist echt spannend, das alles so zu sehen, aber in der Abteilung für Meeresfrüchte konnte ich mich nie lange aufhalten. Der Geruch hat mich immer schnell wieder an die frische Luft getrieben.

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Meeresgetier, fertig zum Verzehr

Obst haben wir dort aber gutes bekommen, zum Beispiel die süßen Drachenfrüchte oder aromatische Mangos.
Auch Mittagessen kann man sich hier holen.
Ein Mal hatten wir ein Baguette, gefüllt mit gegrilltem Fleisch und Krautsalat, wie wir es schon aus Siem Reap kannten. Das Fleisch wird auf einem eher provisorischen Grill zubereitet.

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Im Hintergrund: der Grill

Ein anderes Mal haben wir das Nationalgericht „Ban Chao“ gegessen, ein Reismehlpfannkuchen, dessen Füllung variiert, aber immer eine Menge Sprossen beinhaltet.
Am letzten Tag hier haben wir uns noch ein paar Tüten Süßigkeiten gekauft, die in Form und Konsistenz eher an Knabberzeug erinnern und sehr knusprig sind.

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Bei diesem Kauf haben wir eine Art Kokosnuss-Jelly geschenkt bekommen.

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Es ist in ein Bananenblatt eingewickelt und hat ungefähr die Konsistenz von Gummibärchen, allerdings ist es etwas glitschig und grau. Mich hat es ein wenig Überwindung gekostet, davon zu probieren. Geschmeckt hat es uns beiden nicht so, weshalb wir es einem Kind geschenkt haben, welches sich sehr darüber gefreut hat.
Am Obststand haben wir ein paar kleine Kugeln geschenkt bekommen, über deren Art des Verzehrs wir uns im Hostel erkundigen mussten.

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Man bricht die Schale auf und heraus kommt etwas, das aussieht wie eine Litschi, mit großem schwarzen Kern in der Mitte. Geschmacklich ähnelt es vielleicht auch einer Litschi. Könnte ich besser beurteilen, wenn ich den Kontakt mit Litschis nicht jahrelang verweigert hätte.

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-Eure Meinung ist wichtig!-

Liebe Leser unseres Blogs,

Ich schreibe diesen Blog einerseits als Erinnerung für uns, aber natürlich auch damit ihr an unserer Reise teilhaben könnt.

Für euch als Leser sollen die Beiträge also interessant, informativ und angenehm zu lesen sein.

Daher möchte ich gerne wissen, wie ihr

-die Länge der Beiträge

-das Verhältnis von Bild zu Text

-den Inhalt

beurteilt.

Sind euch die Beiträge lang genug, dürften sie ruhig auch länger sein oder hättet ihr gar keine Lust mehr, sie zu lesen, wenn sie noch länger wären?

Das schließt auch die Frage mit ein, ob ich in Zukunft mehrere Beiträge zu einem zusammen fassen soll?

Füge ich genug Fotos ein, oder sollen es lieber mehr werden?

Reicht es euch, wenn ich von Ausflügen, Sehenswürdigkeiten und wichtigen Erlebnissen berichte, oder soll ich euch in Zukunft auch mal kleinere Alltagssituationen näher beschreiben?

Es wäre super nett, wenn der ein oder die andere in den Kommentaren mal seine/ihre Meinung abgibt.

Danke!

Das Paradies liegt in Kambodscha

Wenn wir schon am Meer sind, wollen wir auch baden gehen.
Also: Zähne zusammen beißen und rein ins kühle Nass!

Moment mal.. Kühl? Nicht wirklich.

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Das Meer hat hier die Temperatur eines gefüllten Whirlpools und bietet definitiv keine Abkühlung von der Hitze außerhalb des Wassers.
Dann vielleicht, wenn wir am Strand stehen und der Wind uns an den nassen Kleidern zieht? Fehlanzeige!
Auch der Wind ist warm und von Verdunstungskälte keine Spur.
Aber das tut der paradiesischen Atmosphäre hier keinen Abbruch.

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Ein langer weicher Sandstrand führt ganz flach ins klare, felsenfreie Wasser.

Oben im Restaurant, das gleichzeitig als Gemeinschaftsbereich, Aussichtspunkt und Chill-Out-Area dient, warten schon gemütlich Korbsessel und leckere regionale Gerichte, sowie eine offene und familiäre Atmosphäre.

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Zwischen all dem wuseln zwei Hunde, eine Katze und ein paar Kinder, die allesamt hier leben, durch die Gegend.

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Selbst wenn dieses Hostel voll belegt ist, halten sich inklusive Personal maximal 30 Personen hier auf, die sich auf Restaurant, Bar, Hängematten, Strand und Dschungelspaziergang verteilen, sodass man den Strand manchmal sogar ganz für sich alleine hat.

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Zudem gibt es hier kein WLAN, was dazu beiträgt, dass man sich ganz auf dieses Paradies einlassen und es genießen kann.

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Anfangs hab ich mich noch gefragt, was ich denn vier Tage lang hier machen soll, und jetzt sind wir schon den siebten Tag hier und wirklich langweilig wird es trotzdem nicht. Dafür ist es hier einfach zu schön.

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Wir haben viel gelesen und uns mit anderen Gästen oder den Mitarbeitern unterhalten, waren sogar nachts im Mondschein noch im Meer baden, haben gutes Essen und täglich frisches Obst genossen, uns in dem Hängematten geschaukelt und einige Blogbeiträge nachgeholt.

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Ansonsten kann man es sich auch einfach in einem der Sessel gemütlich machen, sich den warmen Wind um die Nase wehen lassen und den Wellen lauschen, während ab und zu mal ein exotischer Vogel vorbei fliegt und sein Liedchen singt.

Wie man nach Ream Beach kommt oder „Mit leichtem Gepäck läuft es sich besser“

Der Weg nach Ream Beach war mal wieder etwas kompliziert.

Wir kamen mit dem Bus in Sihanoukville an und wurden direkt von Tuk-Tuk-Fahrern angesprochen, die allerdings mindestens 30 $ für die Fahrt zu unserem Ziel haben wollten.

Also ließen wir sie stehen und versuchten, zu Fuß den Hauptstrand der Stadt zu finden, da wir gehört hatten, es gebe ein Boot, welches wir von dort nehmen könnten.

Nachdem wir ungefähr eine halbe Stunde in die Richtung gelaufen waren, in der wir das Meer vermuteten, beschlossen wir, doch lieber mal in einem Reisebüro nachzufragen.

Das stellte sich als äußert gute Idee heraus, denn das Boot gab es gar nicht mehr.

So ließen wir uns ein Taxi rufen, welches uns 15 $ kostete, allerdings nicht mehr weiter fahren wollte, als sich die geteerte Straße in eine Schotterpiste verwandelte.

Nach kurzer Überlegung hat der Herr es dann doch probiert, aber die nächste Hürde kam bald: eine Brücke aus ein paar Holzbrettern ohne Geländer.

Das allein wäre ja noch zu bewerkstelligen gewesen, allerdings gehörte ein Schild zu der Brücke, welches besagte, dass sie nur von Zweirädern oder Tuk-Tuks überquert werden durfte.

Also mussten wir die letzten 1,5 Kilometer laufen.

Es war heiß, staubig und wir haben geschwitzt, aber der kostenlose Welcome-Drink an der Bar vom Monkey Maya war sehr erfrischend.

Kulturaustausch

Der Sisowath Quay ist, so steht es im Internet, Phnom Penhs Flaniermeile. Vor allem abends nach Feierabend treffen sich die Einheimischen hier, um den Blick auf und über den Fluss zu genießen, Ball zu spielen, zu Picknicken, gasgefüllte Luftballons zu kaufen, oder sich mit Touristen wie mir zu unterhalten.

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Hell erleuchtet und riesengroß: Das Abbild des Königs zwischen Sisowath Quay und Königspalast

Kevin ging es an diesem Abend nicht so gut, weswegen ich alleine die Promenade entlang schlenderte. Als ich mich kurz setzte, um auf am Handy meinen Standort zu suchen, fand ich mich, als ich hoch schaute, in der Mitte zweier kambodschanischer Studentinnen.

Skeptisch geworden griff ich unauffällig etwas fester nach der Tasche auf meinem Schoß, aber Tida, wie eine der beiden hieß, wollte wirklich nur mit mir reden. Sie musste meine kurzzeitige Verwirrung wohl bemerkt haben, da sie sich entschuldigte und fragte, ob es okay sei, dass sie sich zu mir gesetzt hatten.

Ich bejahte und so kamen wir ins Gespräch über unsere jeweilige Beschäftigung, ihre Studienfächer, Länder die wir schon gesehen hatten oder noch sehen wollten und ähnliches.

Als Tida sich dann zum Abendessen verabschiedete, wurde sie direkt von einem Studenten abgelöst, dessen Name leider etwas exotischer war und mir deshalb entfallen ist.

Auch mit ihm habe ich mich eine ganze Weile unterhalten, wobei es um Fremdsprachen, Gewohnheiten unserer Heimatländer, Sitten und Bräuche der deutschen und kambodschanischen Kultur und einige andere Themen ging.

Er erzählte mir vom Neujahrsfest der Khmer, bei dem jeder zu seiner Familie zurück fährt, welche dann für die Mönche im Tempel kocht, woraufhin den ganzen Tag bei den Tempeln getanzt und gesungen und sich gegenseitig das Gesicht mit Farbe eingerieben wird.

Später geht man dann als Familie wieder nach Hause und spielt bis spät Abends Karten.

Diese Feierlichkeiten dauern mindestens vier Tage, manchmal aber auch acht und man bekommt oft schon Tage vorher frei, um rechtzeitig bei der Familie sein zu können.

Wir haben uns gegenseitig noch verschiedene Fragen zu Verhaltensweisen in Deutschland bzw. Kambodscha gestellt und zum Schluss hat er noch ein paar Phrasen auf Khmer für mich aufgenommen.

Choub khania pel karauy!

Bis zum nächsten Mal!

Geschichtsstunde

Wenn man durch Kambodscha reist, kommt man neben den alten Tempeln auch an der dunklen Geschichte des Landes nicht vorbei.

Was sich da vor ca 40 Jahren abgespielt hat, kann man auf den sogenannten Killing Fields, von denen es über ganz Kambodscha verteilt mehrere gibt, und im Genozidmuseum von Phnom Penh erfahren.

-DIESER BEITRAG IST NOCH IN ARBEIT-

Phnom Penh

Als wir in Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas, aus dem Bus stiegen, wurden wir erst mal von ungefähr fünf Tuk-Tuk-Fahrern angesprochen, aber da wir so leichtes Gepäck haben, konnten wir trotz der Hitze die ein bis zwei Kilometer zu unserem Hostel laufen.

Wie anstrengend die Hitze wirklich ist, merkt man immer erst während dem Laufen, wenn man schon nach kurzer Zeit nass geschwitzt ist.

Unser Hostel lag in der Nähe von Wat Phnom, (Wat=Tempel, Phnom=Hügel) ein buddhistischer Tempel auf einer Erhöhung, die heute mitten in einem Kreisverkehr liegt.

Zu seiner Entstehung besagt die Legende, dass um  1372 die wohlhabende Witwe Daun Chi Penh am Ufer des Flusses fünf Buddhastatuen fand, woraufhin sie den heute 27 m hohen Hügel aufschütten und die Anlage bauen ließ.

„Phnom“ heißt auf Deutsch „Hügel“ und kombiniert mit dem Nachnamen der Dame, „Penh“, entstand daraus der heutige Name der Stadt, welche an genau dieser Anlage ihren Ursprung haben soll.

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Blick von Wat Phnom in den umlliegenden Park
Hier wird sogar Fleisch geopfert!
Hier wird sogar Fleisch geopfert!

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Auch hier wieder die siebenköpfige Schlange
Auch hier wieder die siebenköpfige Schlange

In der Straße von unserem Hostel befanden sich ein Tattoostudio, ein Supermarkt, einige kleine Restaurants und eine Wäscherei.

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Äffchen rennen hier mitten durch die Stadt und klauen den Menschen manchmal ihr Essen

Abends, so gegen 18.00 Uhr kam immer ein junger Mann in die Straße gefahren, mit seinem Stand, an dem er Nudeln verkaufte. Die Nudeln wurden kurz mit etwas Grünzeug im Wok angebraten, dann kamen sie in die Schüssel, ein Spiegelei drüber und jede Menge süß-sauer Soße dazu. Fertig ist das kambodschanische Fastfood. Schmeckt aber viel besser, als das ‘Essen‘ der großen Ketten.