Graz

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Das ist Graz.
Und das auch:

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Zumindest ein Teil davon. Und zwar das Grazer Kindermuseum mit der kostenlosen Ausstellung „Sommerspiele“.
Diese beinhaltet wie ihr oben seht ein Bällebad, einen Containerpool im Hinterhof, eine von Kindern gestaltete Landschaft aus Papier, Pappe und Plastik und eine Spielkonsolen-Installation.

Graz kann aber auch anders. Es ist zum Beispiel geschmückt mit Street-Art. Vor allem am Ufer der Muhr kann man sie finden und sie äußert sich ganz unterschiedlich. Da kleben einerseits die (teils gesellschaftskritischen)  Sprüche einer Art Organisation:

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Andererseits hängen Klettergriffe und -haken an der Wand der Brücke:

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Neben einem kleinen Café gibt es eine Wand mit Skulpturen, die scheinbar für Street-Art freigegeben sind:

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Und es gibt das Graffiti, wie wir es auch von zu Hause kennen:

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Graz hat aber auch architektonisch was zu bieten, wenn man sich zum Beispiel das Schloss ansieht. Wie ein Wächter thront es über der Stadt.

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Hinauf führt eine interessante Treppe:

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Uns war es allerdings zu heiß, um hoch zu laufen. Wir sind nur ein bisschen durch die Altstadt spaziert, haben auf dem „Hauptplatz“ was gegessen und uns an schön gestalteten Hausfassaden erfreut.

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In Graz gibt es auch ein auf der Muhr schwimmendes Café bzw Theater:

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Das ist aber vermutlich spektakulärer, wenn man zu einer Aufführung dort hin geht.

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Alltagsimpressionen

Unsere letzte Nacht in Österreich haben wir mehr oder weniger aus Versehen auf einem 50+ Campingplatz verbracht, dessen Bezeichnung sich wirklich auf das Alter der Gäste bezieht.
Als es dunkel wurde, kamen aber noch ein paar andere Leute in unserem Alter.

Übrigens liebe Biker: der Campingplatz liegt in der Nähe vom Red Bull Ring 😉 wir sind aber nur dran vorbei gefahren.

Gestern Nachmittag sind wir in Ungarn angekommen und mussten ewig nach einem Campingplatz suchen, weil Campen zumindest in der Gegend wohl nicht so beliebt ist.
Auf dem Platz, auf dem wir übernachtet haben, waren wir die einzigen Gäste, bis auf ein dauercampendes Paar.
So sahen die Sanitäranlagen auch aus, weswegen ich mich lieber heute morgen mit einem Stück Seife im See gewaschen hab.
Unser Abendbrot bestand aus vier Scheiben Brot, die die Betreiber des Platzes uns geschenkt hatten, weil der Supermarkt im Dorf schon um 18.00 Uhr Feierabend macht. Was aber auch kein Wunder ist, wenn er um 5.30 Uhr öffnet.

Als wir heute morgen grade losfahren wollten (so früh, dass noch niemand anders wach war) ist auf einmal ein kleiner Fuchs über den Campingplatz gelaufen. Er hat sich mal kurz nach uns umgesehen und ist dann weiter zum See gelaufen.

Unser heutiges Frühstück haben wir uns unterwegs im Supermarkt geholt und es sah so aus:

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Auf dem Brot war der Aufkleber mit dem Strichcode und der ging nicht ganz weg. Also eigentlich überhaupt nicht. Mit dem Messer ließ sich das Stück aber gut entfernen.

Der Ort, an dem wir gefrühstückt haben war dieser hier:

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Ein Firmenparkplatz oder so.. Neben dem folgendes Gebäude stand:

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So Ecken gibt es hier viele, aber jetzt sind wir am Plattensee und in den nächsten Tagen gibt es einen Beitrag über die schönen Seiten Ungarns.

Wenn man auf einem Abenteuer wie diesem ist, ist alles aufregend, selbst auf einem verlassenen Parkplatz Pause zu machen. Überall gibt es was zu entdecken oder kennen zu lernen. Alles ist neu und spannend und einfach so unglaublich cool!

Erster Ausflug

Tropfsteinhöhle in Bad Gastein

Durch Zufall haben wir gestern ein Schild neben der Straße entdeckt, das auf eine Grotte hinwies.
Da wir unser Tagespensum an Fahrtzeit sowieso schon bald hinter uns hatten, haben wir beschlossen, dort in der Nähe einen Campingplatz zu suchen, auf dem wir dann eine Nacht verbracht haben.

Heute haben wir dann die Grotte besucht, die „Entrische Kirche“ genannt wird. Der Name ist aus dem Althochdeutschen überliefert und bedeutet soviel wie „mystische/unheimliche Höhle“.
Unten am Parkplatz stand Folgendes auf einem Schild:

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Nachdem wir 240 Höhenmeter auf 1,3 km überwunden hatten, auf denen wir eine wunderschöne Natur bewundern konnten waren wir beim Vorplatz der Höhle angekommen.

Ein paar Eindrücke vom Wald:

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Und hier seht ihr, wie steil und steinig der Weg war. Mit so einem vollen Trekkingrucksack auf dem Rücken ist das schon recht anstrengend, aber wir können ja leider auch nicht all unsere Sachen beim Motorrad lassen.

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Ein paar Mal hat auch ein kleiner Bach unseren Weg gekreuzt:

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Oder wir mussten einen breiteren Bach überqueren:

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Einmal wurde der Weg auch ziemlich eng (zumindest mit Trekkingrucksack auf dem Rücken):

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Nach dieser engen Stelle waren wir schon fast oben und konnten einen Blick auf den Vorplatz der Höhle erhaschen:

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Von der Höhle selbst kann ich euch leider keine Bilder zeigen, weil dort drin das Fotografieren verboten ist.

Das ist aber auch völlig in Ordnung, weil die Höhle von einem einzigen älteren Mann (der übrigens sehr nett und sympathisch ist) begehbar gemacht und immer weiter ausgebaut und gepflegt wird. Er hat vor vielen Jahren ganz allein und nur mit seiner Körperkraft das Geröll entfernt und somit die Tropfsteine zugänglich und die Wege begehbar gemacht. Er hat den Vorplatz errichtet, Treppen in die Höhle gebaut, diese ausgeleuchtet usw.. Dafür wird er nicht bezahlt, nicht einmal gefördert.
Von daher finde ich es in Ordnung, dass man selbst rein muss (und eben auch Eintritt bezahlen), wenn man wissen will, wie es innen drin aussieht.
Eine Frau, die mit ihm zusammen arbeitet, hat uns durch die Höhle geführt und ganz schön viel erklärt.

Wenn ihr wissen wollt, was, dann solltet ihr die Höhle selbst besuchen. Der Aufstieg lohnt sich, auch wenn er anstrengend ist!
Nur noch das: am Ende des begehbaren Teils wurde eine Madonnenstatue platziert, sowie eine Shivafigur, um die Offenheit gegenüber anderen Religionen zu symbolisieren.

Verpflegung

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So sieht momentan unser Frühstück und Abendbrot aus.
Brot, Belag, eine Portion Obst und Getränke für uns beide kosten uns in Deutschland und Österreich ca acht Euro.
Mittags essen wir meistens an einem Imbiss was Warmes für durchschnittlich fünf Euro pro Person.
Bevor wir weiter fahren füllen wir zwei 1,5-liter Flaschen mit Wasser, das reicht uns dann bis zum nächsten Campingplatz am Abend.
So kommen wir relativ günstig durch.

Wir sind unterwegs

Es hat geklappt!
Am Donnerstag sind wir wie geplant (sogar pünktlich zum festgelegten Zeitpunkt) losgefahren.
Mir fiel der Abschied überhaupt nicht leicht, aber es ist trotzdem ein gutes, absolut überwältigendes Gefühl, endlich unterwegs zu sein.

Seit Donnerstagmorgen ist schon einiges passiert.
Schon nach 70 km Fahrt mussten wir das erste Mal anhalten, um die Rucksäcke neu zu sichern.
In der Mittagspause in Ravensburg ist die Honda das erste Mal umgekippt, abends auf dem Campingplatz nochmal.
Zum Glück nur im Stand und zu zweit schaffen wir es auch, sie wieder aufzustellen.
Während der Fahrt haben die Rucksäcke den rechten hinteren Blinker nach unten gedrückt und angebrochen, sodass der jetzt mit Panzertape gesichert ist. Auch den Bremsflüssigkeitsbehälter mussten wir mit Panzertape reparieren, nachdem wir ein Stück des Deckels verloren hatten.
Am ersten Abend wollten wir in der Nähe von Hohenschwangau übernachten, aber alle Campingplätze waren ausgebucht und die Hostels zu teuer.
Wir haben dann vier nette Asiaten getroffen, die genauso reisen wie wir und uns den Tipp gegeben haben, in Österreich nach einem Zeltplatz zu suchen.
Dort mussten wir dann nochmal einen Touristen fragen, der uns auf Google Maps einen Campingplatz rausgesucht und uns den Weg (nicht besonders gut) beschrieben hat.
Nachdem wir alle vom Kreisverkehr aus abgehenden Straßen durchsucht haben, ist in der letzten endlich der Campingplatz aufgetaucht.

Gestern konnten wir, nachdem ich mich von ganz unten zu Fuß in Motorradhose und mit Trekkingrucksack (Inhalt: drei Liter Wasser, zehn Müsliriegel, Kamera, Blitz, Wertsachen und anderer Kleinkram) den Berg hochgequält hatte (ich gebe zu, ich hab fast genauso gejammert, wie das kleine Mädchen, das sein Fahrrad hoch schieben musste), Schloss Neuschwanstein bewundern. Oder zumindest anschauen. Und Touristenfotos machen.

Jetzt sind wir kurz vor Innsbruck und setzen unseren Weg Richtung Graz fort. Danach geht es über den Balatonsee nach Budapest.

Die langen Fahrten sind für mich als Sozia manchmal ein bisschen anstrengend, Kevin hat da nicht so Probleme.
Mir drücken die Wanderschuhe, die wir zum Fahren tragen ins Schienbein und bei langen Fahrten werde ich müde. Die Sitzbank der Honda ist auch nicht so bequem wie die von meiner Yamaha (die zu Hause geblieben ist).
Aber es geht schon und ich werde mich sicher dran gewöhnen.

Bald geht es los!

Nachdem wir jetzt alles Nötige erledigt haben, geht es am 27. August endlich los!
Unser erster Anlaufpunkt ist Schloss Neuschwanstein.
Danach geht es weiter Richtung Osten, bis nach Budapest.

Insgesamt wollen wir einmal rund um den Erdball, natürlich auch mal Richtung Süden und Norden, bis nach Feuerland.

Wie kommt man überhaupt auf so eine Idee?!

Viele Leute aus meinem Umfeld haben mich zu diesem Thema schon befragt.

Für alle, die das noch nicht getan haben kommt hier ein Beitrag über den Anfang und wie man überhaupt auf die Idee kommt, eine Weltreise zu machen.

Bei mir liegen die Anfänge schon weit zurück. Wie heißt es so schön.. „Mit 16 hat man noch Träume“.
In genau diesem Alter hat sich in meinem Kopf der Traum manifestiert, irgendwann mal eine Weltreise zu machen.
Der Haken: „Irgendwann“

Bevor ich geboren wurde war mein Vater viel in der Weltgeschichte unterwegs (so gesehen liegen meine „Anfänge“ schon viel weiter zurück), reiste durch viele verschiedene Länder und lebte mal hier, mal dort. Davon schwärmte er und erzählte mir immer wieder spannende Geschichten, seit ich mich erinnern kann.
Die Erfahrungen die er gemacht hat, die vielen unterschiedlichen Menschen die er kennen gelernt hat, die Länder die er gesehen und lieben gelernt hat.. All das hat mich schon immer zutiefst beeindruckt.
Schon als kleines Kind wartete ich darauf, endlich losziehen zu können.
Jetzt habe ich Kevin kennen gelernt, er hat mir den Mut gegeben, mit ihm gemeinsam diesen großen Schritt zu machen.